Eislöwen sind keine Stubentiger. Das gilt nicht nur für die Raubkatzen in der Antarktis, sondern auch für ihr sportliches Pendant in der Dresdner Innenstadt. Ein bisschen durchbeißen musste sich der Sport in der Region schließlich schon: In der DDR galt Eishockey ab 1969 als „nicht förderungswürdig“, zu gering erschienen die Aussichten auf Olympiamedaillen. Dass das lang her ist, kann man in der Lounge im dritten Stock der Eisarena der Dresdner Eislöwen erahnen: An der Wand hängen ein Eishockey-Wollpulli aus längst verblichenen Zeiten, dazu viele Schwarz-Weiß-Bilder und Erinnerungen an große Erfolge. Der jüngste: Die Eislöwen sind nun Erstligist.

Und zwar so einer, der der Deutschen Eishockey Liga (DEL) einen Hauch Vielfalt verleiht. 13 Vereinen aus dem Westen der Republik stand zuletzt nur einer aus dem Osten gegenüber: die Eisbären Berlin. Die Dresdner begrüßt man in der DEL nun also mit Kusshand. Und sie selbst? Arbeiten eifrig daran, dass dieser Aufstieg der letzte bleibt. „Ich denke schon, dass sich die Liga auf uns freuen kann“, sagt Sportdirektor Matthias Roos. Die Fans tun es auf jeden Fall, 2000 Dauerkarten waren schneller weg, als Roos „Puck“ sagen konnte.

Eishockey

„Er kann anderen helfen, unsere Idee zu verstehen“