Die großen Zelte sind weitgehend aufgebaut, der Luitpoldpark soll wieder Treffpunkt für Aktivisten sein. „Klimagerechtigkeit statt IAA“ lautet das Motto des Protestcamps gegen die Autoausstellung. Messe und Camp starten diesen Dienstag. Eine „Werbeshow“ für die Autoindustrie nennt Camp-Sprecher Michael Jäger die IAA, sie propagiere das Gegenteil einer zukunftsfähigen Mobilität. Besonders kritisieren Jäger und die anderen aus der Klimabewegung, dass die IAA zum dritten Mal in München zentrale Plätze und die Ludwigstraße für die „Open Spaces“ nutzen dürfe.

Er rechne mit rund 500 Gästen im Camp. Dort sind zahlreiche Veranstaltungen geplant. Am Donnerstagnachmittag zum Beispiel lädt Green City dazu ein, Ideen für die Gestaltung öffentlicher Plätze einzubringen und Fragen wie diese zu diskutieren: „Wie lassen sich Straßenräume so aufteilen, dass sie sowohl Aufenthaltsqualität als auch nachhaltige Mobilität ermöglichen?“

Jäger sagt, er nehme an, dass die Polizei versuchen werde, Protest zu unterbinden. Bei den Aktionen gegen die IAA 2021 und 2023 gerieten immer wieder Demonstrierende und Polizei aneinander. Die Polizei stellte den Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray als notwendig dar. Man plane in diesem Jahr einige kleinere Aktionen, teils unangemeldet, sagt Jäger. Aus anderen Bundesländern erwarte man wegen der restriktiven Polizeitaktik nur wenige Aktivisten: „Die bundesweite Klimaszene hat keinen Bock auf Bayern.“