PfadnavigationHomeRegionalesHamburgJubiläumsausstellungDie Leistungsschau des Hamburger VerfassungsschutzesVeröffentlicht am 08.09.2025Lesedauer: 2 MinutenVerfassungsschutz-Chef Torsten Voß (l.) und Innensenator Andy Grote eröffneten die AusstellungVor 75 Jahren wurde der Hamburger Verfassungsschutz gegründet – und ist zumeist im Verborgenen aktiv. Doch zum Geburtstag gibt es mit einer Ausstellung einen Blick hinter die Kulissen, flankiert von Statements bekannter Hamburger.Mit einer Ausstellung in der Diele des Hamburger Rathauses feiert das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) der Hansestadt sein 75-jähriges Bestehen. Innensenator Andy Grote (SPD) und LfV-Leiter Torsten Voß eröffneten die Schau am Montagvormittag. Bis zum 29. September können Besucher sich dort während der Öffnungszeiten des Rathauses über die Geschichte und Aufgaben des Hamburger Nachrichtendienstes informieren – erstmals präsentiert sich das LfV in dieser Form der Öffentlichkeit.Die Ausstellung beleuchtet die zum Beispiel die Entwicklung des Extremismus in Hamburg und die Arbeitsweise des Verfassungsschutzes. Auf Schautafeln werden unter anderem historische Observationstechniken gezeigt. Thematisiert werden die Phänomenbereiche Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus sowie Extremismus mit Auslandsbezug.Ein zentrales Element der Schau sind zudem persönliche Statements von 75 Hamburger Persönlichkeiten, darunter Unternehmer Michael Otto, Drag-Künstlerin Olivia Jones, Bundeskanzler a. D. Olaf Scholz und Bürgermeister Peter Tschentscher. Auch WELT-Redaktionsleiter Jörn Lauterbach, Präsident des Hamburger Presseclubs, ist dabei. Sie wurden gefragt, warum sie die Demokratie für schützenswert halten. Einige der Motive sind auch als Plakate im Stadtbild präsent.„Bedeutende Rolle für die Demokratie“„Wir kommen immer wieder in Situationen, in denen wir uns mit Extremismus auseinandersetzen müssen. Gerade jetzt ist es wichtig zu wissen, wie wichtig die Institutionen sind, die uns schützen. Das Landesamt für Verfassungsschutz hat viel geleistet und spielt für den Schutz der Demokratie eine ganz bedeutende Rolle“, sagte Innensenator Grote zur Eröffnung. Voß betonte: „Die Arbeit des Verfassungsschutzes ist in den letzten Jahren wesentlich komplexer geworden. Die Phänomenbereiche die sich in den 1950er- und 60er-Jahren auf den Rechts- und Linksextremismus fokussierten, haben sich ausgeweitet, wie zum Beispiel mit Beginn der Aktivitäten im Bereich des Extremismus mit Auslandsbezug.“ Er sei stolz, dass so viele Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Medien und Gesellschaft ein Zeichen für die Demokratie gesetzt hätten.jlau