Im belletristischen Metier des Fahndens und Mordens kennt sich Wolfgang Schweiger bestens aus. Mehr als 20 Romane sowie Drehbücher für so manchen Fernsehkrimi hat der gebürtige Traunsteiner inzwischen verfasst. Und auch sein neuestes Werk „Die Vergangenheit kennt kein Ende“ hält sich an das Motto, frei nach Orson Welles: Ein Happy End ist eine Geschichte, die nicht richtig zu Ende gedacht ist.
Der düstere Roman spielt in Oberbayern. Der Chiemgau beeindruckt durch seine Idylle. Gerade im Sommer bietet die Urlaubsregion Entspannung und Abgeschiedenheit vom turbulenten Stadtleben. In dem neuen Kriminalroman von Wolfgang Schweiger bleibt davon allerdings nicht viel übrig. Der Chiemgau wird hier zum Schauplatz eines Doppelmords, dessen Ausmaß sogar die Landesgrenzen überschreitet.
Die Ausgangslage bildet der Mord an einem Bauernehepaar im Chiemgau in den 1950er-Jahren. Die Ermittler sind vor allem von der Brutalität dieses Verbrechens geschockt. Schnell gerät eine Gruppe Sinti und Roma unter Verdacht. Für viele Polizisten und Anwohner wäre der Fall damit bereits aufgeklärt. Kommissar Manfred Mehringer hat jedoch Zweifel. Ein anonymer Hinweis führt ihn zu einem Holzfäller. Die Indizien sind erdrückend, der Fall scheint gelöst. Aber so ganz glauben lässt sich auch das nicht.






