Wer sich Uli Hoeneß beim Doppelpass vorstellt, der denkt längst nicht mehr an einen herausragenden Fußballer in den Siebzigerjahren, sondern an einen unterhaltsam schimpfenden Mann. Der „Doppelpass“, jene im Deutschen Sport-Fernsehen (DSF) erfundene Sonntagvormittagstalkshow, verdankt ihre Popularität nun einmal nicht zuletzt den Auftritten des wichtigsten Funktionärs des FC Bayern. Hoeneß, wie er in der Sendung zur Affäre um Christoph Daum anrief, um die Runde mit unverkennbar schriller Stimme daran zu erinnern, dass es ein Problem ist, „wenn ein Bundestrainer drogenabhängig ist“. Hoeneß, wie er ankündigte, dass Lothar Matthäus „nicht mal Greenkeeper im neuen Stadion“ wird. Hoeneß, wie er den Spielerberater Pini Zahavi einen „geldgierigen Piranha“ nannte. Und das ist nur eine ausgesprochen unvollständige Auswahl.