Svetislav Pesic hat in seiner ewigen Karriere als Basketballcoach schon viele Hände nach Spielschluss geschüttelt. Er tut dies meist kaugummikauend mit einem kurzen Nicken, mal fällt es ihm schwerer, mal leichter. So ein Leben als Trainerlegende hält ja allerlei Aufs und Abs bereit, da trägt man die Dinge mit Fassung. Aber diesmal, in der riesigen Arena von Riga, wirkte der 76-Jährige beinahe resigniert beim Handshake mit dem finnischen Kollegen Lassi Tuovi. Pesic hatte erleben müssen, wie sein serbisches Nationalteam, eine Ansammlung von internationalen Größen, wieder mal auf unerklärliche Weise zusammengeschrumpft war.

Aus im EM-Achtelfinale gegen Außenseiter Finnland, erneut kein Titel für den großen Favoriten, ein 86:92 von enormer Tragweite, weinende serbische Fans auf der Tribüne. Das saß selbst beim Altmeister, der doch eigentlich alles gesehen zu haben glaubte. Als er und seine Jungs sich verausgabt vom Parkett schleppten, hatte dieses Turnier seine erste, mächtige Überraschung.

Deutsche Basketballer im EM-Viertelfinale

Mit Maodo Lo kommt das Mojo

Das qualvolle Achtelfinale des DBB-Teams gegen Portugal erinnert an eine Wegmarke auf dem Weg zum WM-Titel 2023. Maodo Lo gibt diesmal den Lebenretter, weil er besonders in festgefahrenen Momenten seine Qualitäten hat.