Der Schriftsteller Evan Hugo Tepest aus Leipzig ist eine der prägnantesten Stimmen in der deutschen Literatur zu Transidentitäten: In seinem neuen Buch „Sind Penisse real?“ geht es nicht nur um den Körperteil, sondern auch um ein kulturelles Symbol, einen Kunstgegenstand, ein Wunschobjekt, eine Waffe. Mit diesem Essay schreibt Tepest eine „post-phallische Poetik“, die zugleich die Geschichte seiner Transition ist. Zum Gespräch darüber schaltet er sich aus Heidelberg zu, wo er bei Freunden zu Besuch ist, die in ihrem Garten gerade Feigen ernten.