München, das war der Sehnsuchtsort von Stefan De Loecker. Als er seinen Chefposten bei Schleich antrat, Anfang 2024, zog er nicht etwa nach Schwäbisch Gmünd, an den Firmensitz des Spielzeugherstellers seit der Gründung 1935. Stattdessen zog De Loecker nach München. Anfang dieses Jahres holte er die ganze Firma nach.
Am neuen Hauptsitz könne man Markenstrategie und Internationalisierung besser vorantreiben, schrieb De Loecker vergangenen Sommer der SZ. München biete das „ideale Umfeld“, einen Flughafen, um Asien und Amerika leichter zu erschließen. Support-Bereiche wie Callcenter schickte er nach Prag. Es gehe nicht nur um den physischen Arbeitsplatz, sondern um eine neue Denkweise, sagte er Anfang 2025. „Es gab nie eine spannendere Zeit, bei Schleich zu arbeiten.“ Schön hätte es also werden können für De Loecker und Schleich in München. Doch nur acht Monate nach dem Umzug ist Schluss für ihn. De Loecker ist seinen Job los.
Der Investor will aus Schleich eine Weltmarke machen
Was ist da los beim Spielzeughersteller, der dieses Jahr 90 geworden ist und jährlich rund 35 Millionen Einhörner, Dinos und Ferkel aus Kunststoff verkauft? Wie läuft es in der neuen Heimat München, und was steckt hinter dem Chefwechsel – nur eineinhalb Jahre, nachdem De Loecker übernommen hatte? Und: Wie will sich Schleich behaupten auf dem schrumpfenden Spielwarenmarkt?









