Das Auswärtige Amt geht derzeit nicht davon aus, dass es beim Seilbahnunglück in Lissabon ein deutsches Todesopfer gegeben hat. „Nach Kenntnis des Auswärtigen Amts befinden sich nach aktuellem Stand keine deutschen Staatsangehörigen unter den Todesopfern“, hieß es aus dem Außenministerium in Berlin. „Mehrere deutsche Staatsangehörige sind von dem Unglück allerdings betroffen“, ergänzte ein Sprecher.
Portugiesische Medien hatten berichtet, bei dem Unglück sei ein deutscher Mann ums Leben gekommen, und es sei nicht auszuschließen, dass sich weitere deutsche Staatsangehörige unter den verletzten Personen befinden. Es sei möglich, dass sich nicht alle Betroffenen bei der deutschen Botschaft in Lissabon gemeldet haben, womöglich, weil sie nur leichte Verletzungen hatten.
Nicht nur Zeitungen wie Observador und Correio da Manhã hatten geschrieben, unter den 16 Toten des Unglücks vom Mittwochabend sei auch ein Deutscher; dessen Frau sei schwer und das gemeinsame dreijährige Kind leicht verletzt worden. Auch der Chef der portugiesischen Kriminalpolizei, Luís Neves, hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass „wahrscheinlich“ ein Deutscher unter den Toten sei.
Unter Berufung auf die Polizei berichten Observador und Correio da Manhã nun, der totgeglaubte Mann befinde sich in einem Krankenhaus, die Mutter des Kindes sei in einer anderen Einrichtung auf der Intensivstation.










