PfadnavigationHomePanoramaMesser-Attacke50 Einrichtungen lehnten Aufnahme von 13-jähriger Islamistin ab – Verfahren wird wohl eingestelltVeröffentlicht am 05.09.2025Lesedauer: 3 MinutenNordrhein-Westfalen, Paderborn: Blick auf die kinder- und jugendpsychiatrische KlinikQuelle: Christian Müller/dpaNach der Messer-Attacke einer 13-Jährigen in der Psychiatrie zeigt ein Bericht: Rund 50 Einrichtungen hatten vorher die Aufnahme der islamischen Gefährderin abgelehnt. Das Verfahren gegen sie hat derweil die Generalstaatsanwaltschaft übernommen – doch der Ausgang scheint klar.Nach der Messer-Attacke gegen eine Betreuerin in einer Psychiatrie durch eine 13-Jährige hat die Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf das Verfahren übernommen. Das bestätigte ein Behördensprecher der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das „Westfalen-Blatt“ berichtet.Die 13-Jährige wurde vom Verfassungsschutz bereits im Frühjahr als sogenannte Gefährderin eingestuft. Daher hat die für Terrorismus zuständige Generalstaatsanwaltschaft das Verfahren übernommen. Allerdings wird man das Verfahren laut dem Sprecher vermutlich einstellen – weil das Mädchen zur Tatzeit noch nicht strafmündig war. Das Kind soll sich laut einem Bericht des Familienministeriums an den Landtag seit Anfang dieses Jahres schnell online radikalisiert haben. Nach früheren Angaben hatte die heute 13-Jährige bereits mehrfach mit islamistisch motivieren Attacken gedroht. 50 Einrichtungen lehnten Aufnahme von 13-Jähriger abVor der Messer-Attacke in der Jugendpsychiatrie in Nordrhein-Westfalen haben rund 50 Einrichtungen die Aufnahme der 13-Jährigen abgelehnt. Das ging aus einem Bericht an den Kinder- und Jugendausschuss des Landtags hervor. Laut Landesregierung hatte der Landrat von Paderborn sich in seiner Not schließlich an mehrere Minister gewandt.Nach Angaben von Familienministerin Josefine Paul (Grüne) war das Mädchen bereits seit 2024 „in verschiedenen Einrichtungen unterschiedlicher Hilfesysteme untergebracht.“ Anfang dieses Jahres sei die Minderjährige vom Staatsschutz in Niedersachsen dann als Gefährderin eingestuft worden. „Den beteiligten Ministerien liegen diesbezüglich Erkenntnisse zu einer schnellen Onlineradikalisierung – beginnend ab circa Anfang dieses Jahres – vor“, so Paul in ihrem Bericht an den Ausschuss.Landrat schrieb Brief an mehrere MinisterIn der Folge habe das zuständige Jugendamt seit April über 50 Einrichtungen angefragt, „die allesamt erfolglos blieben.“ Die Suche nach einer Einrichtung für die 13-Jährige sei so schwierig gewesen, „dass sich der Landrat des Kreises Paderborn Mitte Mai mit einem Schreiben an Frau Ministerin Paul, Herrn Minister Reul, Herrn Minister Laumann und Herrn Minister Limbach gewandt und um Unterstützung in diesem Einzelfall gebeten hat.“Lesen Sie auchDurch die Unterstützung der vier Ministerien für Familie, Inneres, Gesundheit und Justiz sei am Ende ein erfahrener Träger der Jugendhilfe gefunden worden, „der sich bereit erklärte, an einer Lösung für das Mädchen mitzuwirken.“ In der Psychiatrie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Paderborn soll das Mädchen am 16. August einer Betreuerin in den Rücken gestochen haben.Lesen Sie auchEin dort extra wegen ihr eingesetzter Wachmann hatte kurz zuvor den Raum verlassen, wie unter anderem der WDR berichtete. Die 24 Jahre alte Pflegerin wurde notoperiert, sie ist mittlerweile außer Lebensgefahr. Laut dem Bericht an den Landtag ermittelt eine Mordkommission.Nun wollte auch der LWL die 13-Jährige nicht mehr aufnehmen. Das Oberlandesgericht in Hamm lehnte nach früheren Angaben eines Gerichtssprechers eine Beschwerde des Trägers aber ab. Das Mädchen wurde daher wieder in einer Psychiatrie untergebracht.dpa/krott/saha
NRW: 50 Einrichtungen lehnten Aufnahme von 13-jähriger Islamistin ab - WELT
Nach der Messer-Attacke einer 13-Jährigen in der Psychiatrie zeigt ein Bericht: Rund 50 Einrichtungen hatten vorher die Aufnahme der islamischen Gefährderin abgelehnt. Das Verfahren gegen sie hat derweil die Generalstaatsanwaltschaft übernommen – doch der Ausgang scheint klar.






