PfadnavigationHomePanoramaPrügelei in Bayern„Die sind gefährlich“ – Eiscafé-Betreiber berichtet von Randale von drei BrüdernVeröffentlicht am 04.09.2025Lesedauer: 3 MinutenDie Bilanz eines Streits um eine nicht bezahlte Eisrechnung (Höhe: 15 Euro): eine Schlägerei mit sechs Verletzten, darunter drei Polizeibeamte, ein Mitarbeiter des Eiscafés sowie die erst zehnjährige Tochter des Inhabers.Drei Brüder aus Syrien randalierten in einem Eiscafé in Hof, die Polizei musste einschreiten – dieser Fall machte bundesweit Schlagzeilen. Nun schildert der Betreiber den Vorfall. Er wundert sich, warum die Angreifer noch frei herumlaufen.Die Bilanz eines Streits um eine nicht bezahlte Eisrechnung (Höhe: 15 Euro): eine Schlägerei mit sechs Verletzten, darunter drei Polizeibeamte, ein Mitarbeiter des Eiscafés sowie die erst zehnjährige Tochter des Inhabers. Fotos und Videoaufnahmen der Randale verbreiteten sich schnell in den sozialen Netzwerken, der Fall aus Hof (Bayern) machte bundesweit Schlagzeilen, auch WELT berichtete.In der „Bild“-Zeitung berichtet nun der Betreiber des Cafés „Levante“ die Vorgeschichte des Konflikts und äußert sein Unverständnis darüber, dass die drei Angreifer – ein Brüdertrio aus Syrien zwischen 15 und 25 Jahren – weiterhin auf freiem Fuß seien. Ahmad F. stammt selbst aus Syrien, seit fünf Jahren betreibt er das Café am Marktplatz, das Eis stellt die Familie nach eigenen Angaben selbst her.Die drei Brüder seien häufig zu Gast gewesen und hätten schon öfter für Konflikte gesorgt, erzählt er den Reportern. Bereits in der Woche vor dem Vorfall am Montag hätten sie sich Eis servieren lassen, ihre Rechnung aber nicht begleichen können. Eine Kartenzahlung in Höhe von 15 Euro sei gescheitert, so hatte es F. später auch der Polizei geschildert. Die säumigen Schuldner hätten sich mit dem Betreiber darauf geeinigt, zu einem späteren Zeitpunkt zu bezahlen.„Die waren richtig aggressiv, wollten eine Show abziehen“Am Montag gegen 18 Uhr dann seien die Männer erneut aufgetaucht. „Die waren richtig aggressiv, wollten eine Show abziehen“, so schildert der Sohn des Betreibers die Situation. Unter Rufen wie „Wo ist der Chef?“ hätten die drei sich den Weg auf der Terrasse gebahnt. Ahmad F. habe die Gäste dann gefragt: „Seid ihr hier, um zu bezahlen?“ Die Antwort lautete angeblich: „Nein, und wir werden auch nicht bezahlen.“ Stattdessen hätten die Gäste neues Eis gefordert. Als der 42 Jahre alte Betreiber ihnen daraufhin mit der Polizei drohte, sei die Situation eskaliert.In der Polizeimeldung zu dem Vorfall hieß es: „Daraufhin soll der 25 Jahre alte Besucher eine Strandfahne genommen und mit der Haltestange aus Aluminium auf den Eisdielenbesitzer eingeschlagen haben.“ Die beiden Jüngeren hätten Tische und Stühle umgerissen, die zehn Jahre alte Tochter des Betreibers sowie einen Mitarbeiter verletzt. Als die Polizei eingriff, wehrte sich der Älteste der Brüder so vehement gegen die Beamten, dass diese Pfefferspray einsetzen mussten. Dennoch gelang ihm mit seinen zwei Brüdern die Flucht. Bei der anschließenden Verfolgung und Festnahme erlitten laut „Bild“ die drei Polizisten dann ihre Verletzungen.Lesen Sie auchWie das Blatt weiter berichtet, ermittelt die bayerische Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung, Unterschlagung, Widerstands und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Die Brüder seien auf freiem Fuß, für eine vorläufige Haft habe die zuständige Staatsanwaltschaft laut „Bild“ „keinen Grund“ gesehen. Für Café-Betreiber Ahmad F. eine unverständliche Entscheidung: „Die sind gefährlich.“krott