Es ist 7 Uhr morgens, das Pausenbrot für die Kinder muss noch schnell eingepackt werden, und in deutschen Küchen wird hektisch in der Schublade nach einer passenden Dose gewühlt. Viele bunte Deckel und durchsichtige Dosen stapeln sich, doch kein Deckel will so recht auf die Dose passen. Zu viele Teile. Millionen Haushalte besitzen solche Plastikboxen, erfunden und populär gemacht hat sie einst die Firma Tupperware, gegründet 1946 in den USA. Lebensmittel luftdicht verpacken, damit sie länger haltbar werden, das war die Idee. Sogar das Wort „eintuppern“ hat Einzug in den deutschen Sprachgebrauch gehalten. Doch im vergangenen Jahr ging Tupperware pleite, das Unternehmen musste Insolvenz anmelden.
Jetzt gibt es offenbar doch noch eine Zukunft für die Plastikprodukte. Ein französischer Unternehmer namens Cédric Meston will die Firma retten, genauer gesagt, nicht das US-Mutterunternehmen, sondern nur den französischen Zweig. Meston zufolge verkaufe man die Produkte jetzt wieder in Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien und Polen. Das Insolvenzverfahren sei abgeschlossen, und Ende Juli habe das zuständige Gericht den Weg für das Sanierungsprogramm frei gemacht, sagt Meston.
Der neue Tupperware-Investor führt eine Gesellschaft namens Groupe Revive, da steckt das Verb reviver drin, wiederbeleben also, das passt gut in Bezug auf Tupperware. Außerdem ist Meston als Mitgründer einer Marke für pflanzliche Fleischersatzprodukte in Erscheinung getreten – praktisch also, dass er nun eine Firma betreibt, in deren Erzeugnissen sich die Erzeugnisse seiner anderen Firma aufbewahren lassen.






