Bei dem rassistischen Anschlag am 19. Februar 2020 in Hanau erschoss ein Rechtsextremist neun Menschen, anschließend tötete er seine Mutter und sich selbst. Auf der Trauerfeier sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, es habe geheißen, dieser Angriff sei ein Angriff auf „uns alle“. Aber dem hätten die Betroffenen, die Überlebenden, die Hinterbliebenen widersprochen: „Nein, dieser Angriff galt nicht uns allen. Er galt denen, die dunkle Haare haben, die einen ausländischen Namen tragen, die eine andere Religion haben, in deren Familie es Migration aus dem Süden gab.“