Es war am 26. August 2023, als der Himmel über Benediktbeuern finster wurde. Ein heftiger Hagelsturm zog auf. Nur zehn Minuten lang fegte er über den Ort hinweg, aber danach war fast nichts mehr wie vorher. Nahezu jedes Haus wurde beschädigt, Autos verbeult, die Natur schwer getroffen. Die Bilanz: Rund 5000 Fenster gingen zu Bruch, die Fassaden waren auf insgesamt 10 000 Quadratmetern Fläche sanierungsbedürftig, die Dächer auf einer Gesamtfläche von 20 000 Quadratmetern kaputt. Dem Hagel folgte fünf Tage lang Regen, der in die Dachgeschosse eindrang.

Zwei Jahre später sieht Benediktbeuern wieder schmuck aus. Die Gerüste und Dachplanen an den Häusern sind verschwunden, nur die Basilika liegt noch unter einer grünen Plastikhaube. Das Kloster und die umliegenden Gebäude hatte der Hagelsturm ebenfalls stark beschädigt. In den Tagen und Wochen danach war nicht klar, ob und wie das Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) seine Angebote in der Jugend- und Umweltbildung wieder aufnehmen kann, ebenso wenig, wann der Kulturbetrieb mit seinen Konzerten und Ausstellungen wieder startet. Dabei hatte der Wiederaufbau in der Klosteranlage rasch begonnen, ist allerdings immer noch nicht abgeschlossen.

„Im Inneren des Klosters konnten bislang 35 der insgesamt 160 sanierungsbedürftigen Räume wiederhergestellt werden“, berichtet Katrin Birk, Sprecherin des Kloster Benediktbeuern. Dazu zählen der Barocksaal, der Don-Bosco-Saal, mehrere Büros, Zimmer für die Salesianer, Gästezimmer im Maierhof und Räume für die Jugendarbeit. Im Südarkadentrakt seien mittlerweile die Deckengemälde im Fürstensaal restauriert, so Birk. Die anderen Sanierungsarbeiten in diesem Flügel dauern voraussichtlich bis zum Frühjahr 2026, das Gebäude soll dann als Tagungszentrum mit zentraler Klosterküche neu eröffnet werden. Dann sollen auch die kernsanierten Gästehäuser Meichelbeck und Fraunhofer fertig sein.