PfadnavigationHomePanoramaEntsetzen in OsnabrückSchüler sollen Mordopfer fotografiert haben – Polizeichef schreibt Brief an ElternVeröffentlicht am 02.09.2025Lesedauer: 2 MinutenBeamte der Spurensicherung sind Ende Juni am Tatort im EinsatzQuelle: picture alliance/dpa/tv7news/-Ein Mann erschießt in Osnabrück die Mutter seiner Kinder und sich selbst. Schüler sollen das Geschehen fotografiert und die Bilder auf WhatsApp verbreitet haben. Nun ermittelt die Polizei gegen sie.Ein Mord, bei dem ein Mann mitten auf der Straße seine Ex-Partnerin und sich selbst erschoss, hat Ende Juni in Osnabrück für Entsetzen gesorgt. Nun kommt heraus, dass Schüler die Gewalttat fotografiert und die Bilder verbreitet haben sollen. Die Polizeiinspektion Osnabrück führt drei Ermittlungsverfahren, wie sie am Dienstag bestätigte. Zuvor hatten der NDR und die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet. Die Schüler sollen unverpixelte Fotos auf WhatsApp geteilt haben, die den Täter und das Opfer am Tatort zeigen.Die 43-jährige Frau war ihren schweren Verletzungen erlegen, auch der zwei Jahre jüngere Mann wurde wenig später für tot erklärt. Noch am Tatort wurde die Waffe gefunden und sichergestellt, mit der der Mann zweimal auf seine Partnerin geschossen hatte. Sie sollen nicht zusammengewohnt haben. Den Angaben zufolge hinterlassen die Frau und der Mann drei Kinder. Die Tat ereignete sich in der Nähe einer Schule.Fotos tauchten in Schulchats und Statusmeldungen aufNun kursieren Aufnahmen der Tat im Schulumfeld. In einem Fall sollen die Fotos im WhatsApp-Chat einer Schulklasse aus Osnabrück verbreitet worden sein. In zwei weiteren Fällen an derselben Schule seien sie Statusmeldungen gewesen, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Osnabrück dem NDR Niedersachsen am Montag. Über die Fotos des mutmaßlichen Femizids hatte die betroffene Schule die Polizei informiert. Der Leiter der Polizeiinspektion Osnabrück, Oliver Voges, wandte sich daraufhin in einem Brief an die Eltern von Schülern in der Region. Lesen Sie auchEr schrieb von einer zunehmenden „Grenzüberschreitung im Umgang mit digitalen Medien“, die pietätlos und strafbar sei. Zudem appellierte er an die Eltern, ihren Kindern korrektes Verhalten beizubringen.Wörtlich heißt es in dem Schreiben: „Tragische Ereignisse (…) führen oft dazu, dass viele Menschen reflexartig ihre Handys zücken, um Inhalte zu filmen und zu verbreiten. In den wenigsten Fällen wird dabei jedoch darüber nachgedacht, welche Auswirkungen das auf die Betroffenen und deren Angehörige hat. Dieses Verhalten ist nicht nur pietätlos, sondern in vielen Fällen auch strafbar.“dpa/saha
Osnabrück: Schüler sollen Mordopfer fotografiert haben – Polizeichef schreibt Brief an Eltern - WELT
Ein Mann erschießt in Osnabrück die Mutter seiner Kinder und sich selbst. Schüler sollen das Geschehen fotografiert und die Bilder auf WhatsApp verbreitet haben. Nun ermittelt die Polizei gegen sie.






