Manchmal reichen zwei Szenen, um die Schönheit, aber auch die Grausamkeit eines Sports widerzuspiegeln. Zweimal schlängelte sich der litauische Basketballer Rokas Jokubaitis am Montagabend im EM-Spiel gegen Finnland zum Korb durch. Beim ersten Mal dribbelte er mit Finesse zwischen zwei Gegnern hindurch und legte den Ball wie ein Oberkellner in die Reuse. Als Anführer des litauischen Teams hatte der 24-Jährige in der Vorrunde reihenweise solcher Szenen, er war neben Dennis Schröder und Luka Doncic einer der schillerndsten Regisseure.
Doch dann folgte ein zweiter Durchbruch in die Zone – und bei dem dürften auch in München einige zusammengezuckt sein. Jokubaitis, soeben mit einem Dreijahresvertrag bei den Bayern-Basketballern ausgestattet, verdrehte sich bei einem weiten Schritt das linke Knie und sackte aufs Parkett. Sein Abtransport erfolgte unter Mithilfe des Medizinstabs der Litauer, Jokubaitis’ Gesicht verriet: Da ist was kaputtgegangen. Am Tag danach folgte jene Diagnose, die in München nun manche Planung für die neue Saison auf den Kopf stellt.
Basketball-Bundestrainer Mumbru bei der EM
Der Weltmeister-Verbesserer
Wie coacht man ein Weltmeisterteam? Der Katalane Alex Mumbru geht bei der EM in sein erstes großes Turnier als Bundestrainer, mit Ideen, die sich aus seiner Herkunft ergeben. Den Auftakt verpasst er allerdings.












