Tierhaltung auf Bauernhöfen steht für gut fünf Prozent des deutschen Treibhausgasausstoßes, schätzt das Umweltbundesamt. Das ist fast so viel, wie die hiesigen Stahlwerke in die Atmosphäre blasen. Doch wie gut oder schlecht ein bestimmter Hof abschneidet und wie groß der CO₂-Fußabdruck eines einzelnen Koteletts ist, wird nicht erfasst. Das soll sich jetzt in Deutschland ändern: Die QS Qualität und Sicherheit GmbH in Bonn, eine Einrichtung der Lebensmittelwirtschaft, hat eine sogenannte Klimaplattform aufgebaut. Schweinemäster können in eine Datenbank eingeben, wie viele Tiere sie haben, welches Futter sie verwenden, wie viel Strom sie verbrauchen oder was mit der Gülle passiert. Daraus wird automatisch der Ausstoß an Treibhausgasen berechnet. Wenn die Landwirte einverstanden sind, übermittelt die Plattform die Ergebnisse an die Schlachtkonzerne. Die sehen dann, wie klimafreundlich oder -schädlich das Fleisch ihres Lieferanten ist.