Die Zahl der Kinder in bayerischen Kindertagesstätten ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Laut Landesamt für Statistik wurden zuletzt 647 000 Mädchen und Buben betreut – 2024 waren es knapp 655 000. Zum Start des neuen Kita-Jahres verwies Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) am Montag jedoch auf die herausfordernde Langzeitentwicklung. Demnach gibt es heute rund 195 000 Kitakinder mehr als im Jahr 2010, der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund ist von 69 000 auf mehr als 160 000 gestiegen und statt 4150 haben 21 000 Kinder in Bayern einen inklusiven Förderbedarf. „Wir haben eine vollkommen veränderte Geschäftsgrundlage“, sagte Scharf.
Wie viele Kinder zu Beginn des Kita-Jahres 2025/26 keinen Betreuungsplatz bekommen haben, konnte die Ministerin indes nicht beziffern. Es sei die Pflicht der Kommunen, die Kinderbetreuung sicherzustellen, sagte Scharf. Sie kündigte erneut an, dass der Freistaat bis zum Jahr 2030 eine Milliarde Euro zusätzlich in die Kinderbetreuung investieren werde – unter anderem, um 15 000 sogenannte Teamkräfte einzustellen, die das pädagogische Personal in den Kitas unterstützen und entlasten sollen. „Alle Kinder in Bayern sollen die gleichen Bildungschancen haben“, sagte Scharf.







