Der Staatskonzern Deutsche Bahn (DB) geht wegen des tragischen Zugunglücks am 3. Juni 2022 in Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten und zahlreichen Verletzten jetzt auch gegen mehrere ehemalige Vorstandsmitglieder des damaligen, für das Schienennetz zuständigen Unternehmensbereichs vor. Man werde „Ersatzansprüche gegen ehemalige Vorstandsmitglieder geltend machen“, erklärte am Montag Philipps Nagl, der Vorstandschef der heutigen Netzgesellschaft DB Infrago. Bislang hatte es so ausgesehen, als wolle sich der Staatskonzern damit begnügen, die Schuld für das Zugunglück bei Beschäftigten vor Ort im Raum Garmisch-Partenkirchen zu suchen.