Am Abend bevor ihr neues Album erscheint, hat Sabrina Carpenter zu einer Präsentation geladen. Leichtfüßig trippelt sie auf Zehn-Zentimeter-Heels mit Schleifchen auf die Bühne, ihr blonder Pferdeschwanz hüpft, in einem ultrakurzen, rotkarierten Kleidchen – in den Fünfzigerjahren hätten Frauen so etwas als Unterwäsche getragen. Klassische US-Popstar-Inszenierung, könnte man meinen. Sexy, mädchenhaft, blond. Gähn?

Mitnichten. Die zweite Ebene war da schon längst gezogen oder vielmehr: Der Abgrund tat sich auf unter ihren Trippelschrittchen. Die Bühne steht auf dem Hollywood Forever Cemetery, einem der ältesten Friedhöfe von Los Angeles. Das sei passend, sagt Carpenter, „weil ich anscheinend immer Männer umbringe“ – in ihren Musikvideos sterben regelmäßig Typen, manchmal spritzt kräftig Blut. Da ahnt man schon: Sabrina Carpenter und ihre Kunst sind eine Falle.

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