PfadnavigationHomeRegionalesHamburgUnfälle in HamburgFrau taucht unter einen Alster-Steg, um ihre Brille zu suchen – das wird ihr zum VerhängnisVeröffentlicht am 01.09.2025Lesedauer: 3 MinutenAuch an einem See im Hamburger Osten wurde eine Person gesuchtQuelle: Sebastian Peters/NEWS5/dpaTaucher der Feuerwehr suchen in der Elbe, auf der Alster und an einem See nach drei vermissten Personen. Die Einsatzkräfte entdecken eine 56-jährige Frau – doch die Wiederbelebung scheitert.Fast zeitgleich sind Rettungskräfte am Sonntagabend zu drei Badeunfällen in Hamburg gerufen worden – auf der Alster, in der Elbe und in einem See. Aus der Alster wurde eine 57-Jährige leblos geborgen. Sie konnte nicht mehr wiederbelebt werden, wie die Polizei mitteilte. Zwei Männer werden hingegen immer noch in der Elbe sowie im See am Allermöher Deich vermisst. Die 57-Jährige war mit ihrem Boot auf der Alster in Hamburg-Uhlenhorst unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Als sie an einem Steg anlegte, sei ihre Brille ins Wasser gefallen. Sie sei deshalb wohl unter den Steg getaucht und nicht mehr aufgetaucht, hieß es. Passanten alarmierten um 18.42 Uhr Rettungskräfte, die die leblose Frau aus dem Wasser ziehen konnten. Sie konnte jedoch nicht reanimiert werden.Elbe reißt Mann mit sichBeim ersten Einsatz um 17.26 Uhr in Hamburg-Blankenese sei ein 40 Jahre alter Mann nach Angaben von Zeugen auf Höhe des Leuchtfeuers ins Wasser gesprungen und durch die starke Strömung rasch abgetrieben worden. Der Mann sei dann untergegangen. Am Ufer seien noch Kleidungsstücke gefunden worden, die ihm gehören sollen. Feuerwehr, Polizei und DLRG suchten mit Drohnen, einem Hubschrauber und Booten nach dem Mann. Gegen 20 Uhr wurde die Suchaktion mit 50 Einsatzkräften erfolglos eingestellt.Wenige Minuten später kam es zu einem Einsatz am Allermöher Deich. Ein 46 Jahre alter Mann war dort nach Angaben der Polizei im See schwimmen gegangen und plötzlich untergetaucht. Er konnte nicht mehr gefunden werden. Auch hier suchten etwa 40 Einsatzkräfte und auch eine Taucheinsatzgruppe. Am Montag wurde die Suche nach dem Mann fortgesetzt. Bis zum Nachmittag wurde er nicht gefunden.Erst vor drei Wochen war ein 13-Jähriger im Stadtparksee ums Leben gekommen. Nachdem er vom Spielen im Park nicht nach Hause zurückgekehrt war, hatten ihn seine Eltern als vermisst gemeldet. Nur einen Tag entdeckten Taucher die Leiche des Jungen.Hamburger im Watt gerettetSeenotretter hatten bereits am Sonnabend zwischen den Inseln Amrum und Föhr fünf Wattwanderer aus Lebensgefahr befreit. Ein Passant hatte die fünf Männer aus Hamburg gegen 14 Uhr von der Nordspitze Amrums aus gesehen und die Rettungsleitstelle See der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) alarmiert, wie die DGzRS in Bremen mitteilte. Ein Boot und ein Hubschrauber steuerten daraufhin die rund 400 Meter vor dem Strand von Utersum (Föhr) gelegene Stelle an, an der sich die Männer befanden. Das Boot nahm die Männer auf und brachte sie an den Stand von Föhr.Zum Zeitpunkt der Notruf-Alarmierung habe den Männern das Wasser bereits bis über die Knie gereicht, informierte die DGzRS. Ein Priel vor ihnen habe es ihnen unmöglich gemacht, das Festland zu erreichen. Seenotretter Lars-Peter Jensen sagte nach dem Einsatz: „Die Wattwanderer waren sich offenbar noch keiner Gefahr bewusst.“ Das sei ihnen erst klar geworden, als das Boot bei ihnen war und der Hubschrauber über ihnen stand.jlau