PfadnavigationHomeRegionalesHamburgEnde der FerienSo viele Schüler wie lange nicht – so rüstet sich Hamburg für den SchulstartVeröffentlicht am 01.09.2025Lesedauer: 3 MinutenAm Donnerstag startet der Unterricht an den Hamburger SchulenQuelle: Getty Images/Kawee Srital-onZum Schulstart am Donnerstag werden so viele Schüler wie zuletzt im Jahr 1983 erwartet. Es gibt einige Neuerungen: Die Sozialarbeit soll künftig auch auf Gymnasien ausgeweitet werden und erstmals seit 15 Jahren gibt es ein neues Pflichtfach.Wenn man überall Kinder sieht, deren Rucksäcke größer wirken als sie selbst und in den letzten Minuten vor acht Uhr morgens noch Horden von Jugendlichen über die Geh- und Radwege preschen, ist Schluss mit den Ferien und der Ernst des Lebens beginnt wieder. Für über 16.867 Kinder in Hamburg bedeutet der Schulstart dabei nicht nur den ersten Schultag, sondern auch den Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt. Zusätzlich starten 10.569 Kinder in die Vorschulklassen. Insgesamt werden insgesamt knapp 273.000 Schüler an den Schulen erwartet – an den allgemeinbildenden Schulen so viele wie zuletzt 1983/84.Bildungssenatorin Ksenija Bekeris nahm dies zum Anlass, um die Pläne für das neue Schuljahr 2025/26 vorzustellen. Die aktualisierte Prognose geht von insgesamt 252.950 Schülerinnen und Schülern aus. Das sind 3.960 oder 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr prognostiziert. Während an den Grundschulen die Schülerzahl nur noch marginal ansteigt (+ 0,4 Prozent), steigt diese an den weiterführenden Schulen um 2,5 Prozent. Die Anzahl der Schüler steige aktuell noch weiter an, flache aber bei an den Grundschulen schon ab, so Senatorin Bekeris. „Angesichts des deutlichen Geburtenrückgangs auch in Hamburg sowie des abnehmenden Zuzugs nach Hamburg wird die Gesamt-Schülerzahl zwar weiter auf hohem Niveau bleiben, insgesamt aber spätestens ab 2029 abnehmen. Das haben wir sowohl bei der Einstellung von Lehrkräften als auch im Schulbau im Blick.“Lesen Sie auchDabei werden drei staatliche allgemeinbildende Schulen neu an den Start gehen. Die Grundschule Isestraße in Harvestehude, die Grundschule Alte Weiden in Neugraben-Fischbek und die Stadtteilschule Traute-Lafrenz-Schule in Harburg-Kern. Nach der Erprobungsphase des Pflichtfaches Informatik an einigen Pilotschulen erfolgt zudem zum neuen Schuljahr die flächendeckende Einführung an allen weiterführenden Schulen. Um den Lehrkräftebedarf für das neue Fach sicherzustellen, wurden seit 2023 insgesamt 195 neue Lehrkräfte ausgebildet.An sieben Schulen war man bereits mit dem Pflichtfach Informatik gestartet. „Dass wir es jetzt flächendeckend einführen, ist zukunftsweisend. Die Dynamik dieses Faches geht über das reine Lernen von Programmiersprachen hinaus. In der fachlichen Auseinandersetzung mit Datenbanken oder dem Einsatz künstlicher Intelligenz beziehen wir die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler stark mit ein. So fördern wir die Medien- und Urteilskompetenz der Kinder und Jugendlichen und das ist auch ein wichtiger Beitrag zur Demokratiebildung“, sagte Ksenija Bekeris.Lesen Sie auchZum neuen Schuljahr wird außerdem die bestehende Schulsozialarbeit auf die Gymnasien ausgeweitet. Während bisher nur die Gymnasien, die am Startchancenprogramm teilnehmen, personelle Ressourcen für Schulsozialarbeit zugewiesen bekamen, wird dies nun auf alle Gymnasien ausgeweitet. Damit gibt es dieses Angebot im neuen Schuljahr an allen Stadtteilschulen, an allen Gymnasien und an allen Grundschulen in sozial benachteiligten Gebieten. Insgesamt werden den Schulen für diese Aufgabe 195 Stellen für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen zugewiesen. Darüber hinaus nutzen Schulen weitere eigene Personalressourcen für Schulsozialarbeit.