Billie Jean Bling, Arthur Flash und La-Billie-Bu haben nun also ihre eigenen Akkreditierungen für die US Open; und warum nicht? Die Plüschfiguren von Naomi Osaka sind die Stars in New York; die japanische Tennisspielerin hatte bislang bei ihren Auftritten jeweils ein Labubu passend zum Outfit dabei. Das von Samstag (La-Billie-Bu) gab sie später Billie Jean King, die Tennislegende hatte sich eines gewünscht. In Deutschland kommt der Labubu-Hype gerade erst an; in New York wird man fünfzigmal am Tag angesprochen, wenn man eins an der Tasche baumeln hat.
Klar, kann man auch komplett bescheuert finden; letztlich ist das die Geschichte von Osaka. Die 27-Jährige ist eine sehr gute Spielerin, fit – und in Bestform ist die viermalige Grand-Slam-Siegerin kaum aufzuhalten, wie am Samstag die an 15 gesetzte Australierin Daria Kasatkina erfuhr: 6:0 hieß es nach nur 23 Minuten. Wenn Osaka aber zu wackeln beginnt, dann so, als gäbe es ein Erdbeben der Stärke 8,0. Wie im zweiten Satz, als sie komplett die Kontrolle verlor und später sagte: „Ich habe ordentlich zu zittern begonnen, weil ich mich so reingesteigert habe; aber das ist ja unterhaltsam, hoffentlich.“ Im dritten Durchgang sei sie wieder selbstbewusst und unaufhaltsam gewesen, „weil die Leute so mitgingen“. Zwischen Wohlfühlen und Verzweifeln liegt oft nur ein Ballwechsel, manchmal sogar nur ein Schlag bei Osaka.













