Das Podium zum Neustart der Formel 1 nach der Sommerpause hätte von der Künstlichen Intelligenz ausgedacht sein können. Es war alles berücksichtigt, was es klischeehaft für ein Storytelling braucht: im Australier Oscar Piastri einen eiskalten, souveränen Sieger. In Max Verstappen einen Lokalhelden, der dank des eigenen Könnens seine Außenseiterchance nutzt. Und im Franzosen Isaack Hadjar einen Rookie, dessen Traum sich schon im fünfzehnten WM-Lauf erfüllt. Fast ein bisschen unglaubwürdig, diese Zusammensetzung nach dem Großen Preis der Niederlande. Aber noch imposanter und verrückter ist der Blick auf die Liste der Ausfälle: Lewis Hamilton, Charles Leclerc und Lando Norris.
Der Motorschaden von Norris kurz vor Schluss wirft den Briten im internen McLaren-Duell um den Weltmeistertitel nicht nur um 34 Punkte zurück, auch die Rekordmarke von fünf Doppelerfolgen hintereinander bleibt dem Team damit versagt. Piastri unterstreicht hingegen, dass er einer ist, der die Dinge zu Ende bringt. Das aufschlussreiche Zitat nach dem ersten Start-Ziel-Sieg seiner Karriere lautete: „Ich habe das Rennen kontrolliert, als ich es musste.“ Verstappen nickte beifällig und freute sich darüber, dass er zumindest zu Hause in den Dünen konkurrenzfähig bleiben konnte. Der erst 20 Jahre alte Franzose Hadjar machte zunächst einfach nur große Augen: „Das alles fühlt sich ein bisschen unwirklich an.“ Aber auch er wechselte schnell in den Analysemodus: „Ich habe das maximiert, was ich hatte, und ich habe keinen Fehler gemacht. Hoffentlich kommt da noch mehr.“ Für die Racing Bulls, das Junior-Team von Red Bull, ist es der erste Podestplatz seit 2021.













