Die Geburtstagsdoku, die die ARD dem Schauspieler Dieter Hallervorden widmet, trägt den beziehungsreichen Titel „Didi gegen den Rest der Welt“. Für die Jüngeren: Als Kunst- und Kultfigur „Didi“ trat Hallervorden in den Siebzigern in der Comedyserie „Nonstop Nonsens“ auf, wo er Treppen hinunterfiel, über parkende Autos stolperte, in Müllcontainer stürzte und von explodierenden Fernsehgeräten erschreckt wurde. Dieses vor großem Publikum abgebrannte Slapstik-Feuerwerk machte ihn enorm populär – was natürlich mal wieder beides zugleich war, Segen und Fluch. „Didi gegen den Rest der Welt“ steht allerdings auch programmatisch über diesem Neunzigminüter, weil Hallervorden, am 5. September 1935 in Dessau geboren, darin als ein Mann porträtiert wird, der sich zeitlebens mit Menschen und Institutionen angelegt hat und erst recht mit Leuten, die ihm sagen wollen, wo es langgeht. Die Beschwörung dieses einsamen Kampfes ist die Klammer, die den satten Bilder- und Sequenzenteppich des Films tapfer zusammenhält.
Doku über Didi Hallervorden in der ARD: "Er ist ein erwachsenes Kind"
Die ARD-Dokumentation „Didi gegen den Rest der Welt“ porträtiert und würdigt Dieter Hallervorden zum 90. Geburtstag - in Teilen ist das zu unkritisch.







