Als Thomas Krüger vor 25 Jahren zum Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung ernannt wurde, wollte er eigentlich nur für fünf Jahre im Amt bleiben. Der studierte Theologe und frühere DDR-Bürgerrechtler hatte in der Endphase der DDR die Ost-SPD mitgegründet. Nach der Wiedervereinigung war er Berliner Senator für Familie und Jugend und für vier Jahre SPD-Bundestagsabgeordneter. Unter Krüger entwickelte sich die Bundeszentrale für politische Bildung zu einem Diskurs-Labor und einer experimentierfreudigen Plattform: Von einer eigenen Jugendzeitschrift bis zur Kooperation mit Influencern, Workshops mit Lehrern, den Wahl-O-Mat, einem Sampler mit Protestsongs oder einem politischen Theaterfestival ist der Bundeszentrale jeder Kanal recht, um ihre Zielgruppen zu erreichen.