Marcus H. Rosenmüller hat nicht viel Zeit. Der Regisseur befindet sich mitten in der Mischung zum neuen „Pumuckl“-Spielfilm, der am 30. Oktober in den Kinos anläuft. Parallel arbeiten er und sein Team an der zweiten Staffel der Serie „Neue Geschichten vom Pumuckl“, die Ende des Jahres herauskommen soll. Außerdem ist Rosenmüller, den alle Rosi nennen, die je seinen ansteckenden Esprit erleben durften, noch immer Professor in der Abteilung Kino- und Fernsehfilm an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF).

Es ist Ende Juli, und vor dem lang ersehnten Urlaub ist noch viel zu tun. Zeit für ein kurzes Gespräch über Hoffnung schenkende Kunst nimmt sich Rosi dennoch. Denn er mag zwar Realist sein, etwa, wenn er auf die Krisen dieser Welt blickt. Aber er bleibt Optimist. Immer.

Daran sind auch Stan und Ollie schuld, die er als „bestes Heilmittel“ in allen Lebenslagen empfiehlt. „Wer etwas über Hoffnung lernen will, muss sich die beiden anschauen“, sagt der 52-Jährige über das weltberühmte Komiker-Duo Stan Laurel (1890 bis 1965) und Oliver Hardy (1892 bis 1957).

Was fasziniert ihn so daran? „Die Hoffnung stirbt nie bei denen. Egal, welche Konflikte und Schwierigkeiten daherkommen, auch wenn alles zerstört ist – es ist nur eine Aufmunterung: Ab jetzt wird es wahrscheinlich bergauf gehen.“ Am liebsten mag er den oscarprämierten Kurzfilm „The Music Box“, auf Deutsch: „Der zermürbende Klaviertransport“ aus dem Jahr 1932.