Martin Kollmann ist eine glatte Fehlbesetzung. Zumindest, wenn man seinem Umfeld glaubt. Manfred Schauer, sein Chef während der Wiesn, sagt über ihn: „Ein Mensch gewordener Sympathiehaufen. Für einen Henker fast zu brav.“ Nadja, seit drei Jahren die Freundin des Teilzeit-Kopfabschlägers, charakterisiert den Mann an ihrer Seite so: „Ein sehr herzlicher und treuer, Menschen liebender Mensch, der immer das Wohl der Anderen vor sein eigenes stellt. Dem seine Familie sehr wichtig ist. Einer mit einer starken Präsenz, der sich auch durchsetzen kann. Ich habe ihn als herzensguten Menschen kennengelernt, und so kenne ich ihn immer noch.“ Und so einer soll nun beim Schichtl mit grimmigem Blick den Gästen den Kopf abschlagen? Augen auf bei der Berufswahl, sagt da der Volksmund, aber wenn es um diesen Mörder-Job an der Guillotine geht, hat er halt auch keine Expertise, dieser Volksmund.