PfadnavigationHomeSportBasketballRassismus bei der EMSchröder berichtet von Affengeräuschen – und postet Bild von vermeintlichem ÜbeltäterVeröffentlicht am 30.08.2025Lesedauer: 3 MinutenDieses Video ist zur Zeit aus lizenzrechtlichen Gründen nicht verfügbar.Entdecken Sie weitere Videos in unserer Mediathek.WELT MediathekAngeführt von Dennis Schröder überrollt Deutschland bei der Basketball-EM Litauen. Danach berichtet der Kapitän von rassistischen Anfeindungen. Die litauischen Fans fallen mit Affengeräuschen auf. Der Weltverband schließt einen Zuschauer aus.Basketball-Star Dennis Schröder hat nach dem EM-Spiel gegen Litauen von rassistischen Anfeindungen von den Zuschauerrängen gegen seine Person berichtet. Der 31 Jahre alte Kapitän sagte nach dem 107:88-Erfolg im finnischen Tampere: „Man kann mich beleidigen, aber Affengeräusche ist eine Sache, die ich nicht respektiere und nicht akzeptiere. Rassismus gehört nicht zu diesem Sport.“Offenbar hatte Schröder die Laute beim Gang in die Kabine gehört. „Einige litauische Fans haben zur Halbzeit leider Affengeräusche gemacht. Das kann ich nicht akzeptieren. Rassismus auf dieser Welt, das sollte nicht hierhin gehören“, erklärte Schröder im Interview bei MagentaSport. Er wirkte persönlich gekränkt und sauer. Im späteren Verlauf des Samstags meldete sich Schröder auch bei Instagram. „Stop Rassismus! Zum ersten Mal ist mir das passiert“, schrieb er. Er wisse jetzt wie sich Fußball-Superstar Vinicius Junior (Real Madrid) fühle, der auch immer wieder mit rassistischen Ausfällen von Fan-Seite zu kämpfen hat. „Ich wünschte, die Leute, die die Affenlaute gemacht haben, hätten den Mut, das auch außerhalb der Arena zu tun. Denn ich schwöre auf das Grab meines Vaters: Dann müssten sie die Konsequenzen tragen, denen sie in der Arena entkommen“, so Schröder weiter. In einer Story postete er zudem ein Bild des vermeintlichen Übeltäters. „Er ist der Typ!“, schrieb er dazu und forderte den Mann auf, sich im Mannschaftshotel in Tampere einzufinden und nach Schröder zu fragen.Der Basketball-Weltverband Fiba hat einen Verdächtigen von weiteren EM-Spielbesuchen ausgeschlossen. „Nach einer sofortigen Überprüfung identifizierte der Sicherheitsdienst der Arena die Person anhand von Videoaufnahmen. Der Person wurde der Besuch aller weiteren Spiele der Eurobasket 2025 untersagt“, hieß es von der Fiba in einer Mitteilung.Die Fiba hat den Behörden nach eigenen Angaben das „relevante Filmmaterial und die Informationen zur Verfügung gestellt“. Der Verband kündigte zudem an, Kontakt mit der Teamdelegation der Litauer Kontakt aufzunehmen, „um sie über die Situation zu informieren und die Bemühungen zur Verhinderung ähnlicher Vorfälle bei künftigen Spielen zu unterstützen“, hieß es.Der Deutschen Basketball Bund (DBB) hatte zuvor noch von zwei identifizierten Personen gesprochen, die im Anschluss aus der Nokia Arena in Tampere geworfen worden seien.„Wir können nur dagegen kämpfen“„Ich habe mitbekommen, dass Dennis sehr aufgeregt war – zu Recht. Im Sport und im Wettkampf haben solche Sachen nichts zu suchen. Wir hoffen, dass sich das legt und irgendwie gelöst werden kann. Wir können nur dagegen kämpfen“, sagte Trainer Alan Ibrahimagic, der den erkrankten Alex Mumbru erneut vertrat. Er selbst habe die Geräusche nicht gehört, erklärte Ibrahimagic.Auf dem Court war der Kapitän der überragende Anführer des deutschen Teams beim klaren Sieg gegen Mitfavorit Litauen. Schröder erzielte 26 Punkte, die meisten des DBB-Teams. An Schröders Seite zeigte das deutsche Team in Tampere streckenweise weltmeisterlichen Basketball und steht nun vorzeitig im Achtelfinale. Für Deutschland war es der dritte Erfolg im dritten Spiel bei dieser EM.dpa/luwi
Basketball-EM: Dennis Schröder mit Affengeräuschen rassistisch angefeindet - WELT
Angeführt von Dennis Schröder überrollt Deutschland bei der Basketball-EM Litauen. Danach berichtet der Kapitän von rassistischen Anfeindungen. Die litauischen Fans fallen mit Affengeräuschen auf. Der Weltverband schließt einen Zuschauer aus.










