PfadnavigationHomeSportFußballBundesligaHamburg-DerbyNach der Niederlage gegen St. Pauli brennt es plötzlich auf der NordtribüneVeröffentlicht am 30.08.2025Lesedauer: 3 MinutenDerby-Zeit, Pyro-Zeit – sowohl im HSV- als auch im Pauli-BlockQuelle: picture alliance/dpa/Marcus BrandtZum ersten Mal nach 14 Jahren trafen der HSV und St. Pauli in der Bundesliga aufeinander. Für die Fans ein Feiertag, für die Polizei ein Hochrisiko-Spiel. Doch der Abend zeigte: Es geht auch friedlich – hätte nicht ein Teil der HSV-Fans im Block Feuer gelegt.Nach 14 Jahren trafen der HSV und St. Pauli wieder in einem Bundesliga-Spiel aufeinander. In der Zwischenzeit hatte es das Hamburger Stadtderby nur in der Zweiten Liga gegeben – ein großer Abend also für die Stadt, die Fans und die beiden Klubs. Von der Polizei wurde die Partie als Hochrisiko-Spiel eingestuft. 1900 Beamte der Polizei-Hamburg mit Unterstützung von Polizisten aus anderen Bundesländern sowie der Bundespolizei waren im Einsatz und vorbereitet auf heftige Auseinandersetzungen in der Stadt vor und nach dem Spiel. Im Volksparkstadion besiegte St. Pauli den Aufsteiger schließlich mit 2:0. Eine knappe halbe Stunde nach Abpfiff fingen die TV-Kameras während der Analyse einen Brand auf der Nordtribüne ein. „Inzwischen brennt es dahinten beim HSV. Ich hoffe, dass da alles gutgeht. Da werden sicherlich die Verantwortlichen gut vorbereitet sein, um das Ganze in den Griff zu bekommen“, sagte Sky-Moderatorin Katharina Kleinfeldt mit besorgter Miene auf die Flammen, unterbrach dafür die Analyse mit Experte Erik Meijer. Fans legten Feuer selbstFeuerwehrleute rückten an und löschten Brand, Verletzte gab es wohl keine. Zufall war das Feuer nicht: Die im Stadion verbliebenen Anhänger hatten ihn mit voller Absicht gelegt, indem sie geraubte Fan-Utensilien der St.-Pauli-Anhänger anzündeten. Lesen Sie auchWie unter anderem BILD berichtet, standen im Block noch mehrere hundert schwarz gekleidete HSV-Fans. Kurz vor 23 Uhr entfachten sie scheinbar auf Kommando den Kleiderhaufen und verließen geschlossen das Stadion.Ihre „Beute“ hatten sie schon während des Spiels präsentiert: Auf einem weißen Laken zeigten sie in der zweiten Hälfte unter anderem Pullis, Schals und Jacken vom Stadtrivalen. Nach Abpfiff wurde der Haufen vorbereitet, um ihn anzuzünden. Der Raub von Fan-Artikeln gegnerischer Mannschaft ist in Ultra-Kreisen keine Seltenheit. Auch das symbolische Anzünden dieser passiert immer wieder. Das Derby verlief friedlichBis auf das Verbrennen der Fanutensilien verlief das Hamburger Derby friedlich. Vor dem Spiel hatten beide Seiten riesige Choreografien präsentiert. Mit zwei Fan-Märschen vor dem Spiel hatten die Fans vorher gezeigt, wie sehr die Stadt für den Fußball brennt. Von Altona-Altstadt zogen etwa 7.500 HSV-Fans los in Richtung Volksparkstadion, von St. Pauli aus kamen 3.500 Fans der gegnerischen Seite. Beide Fan-Märsche hatten das Stadion ohne Zwischenfälle erreicht. Auch nach dem Spiel blieb es laut Angaben der Polizei überwiegend ruhig – nur vereinzelte, kleine Straftaten wurden festgestellt. Lesen Sie auch„Tausende Anhängerinnen und Anhänger beider Mannschaften haben gezeigt, dass wir in Hamburg unser Derby friedlich und fair feiern können. Wir sind mit dem Verlauf des Abends aus polizeilicher Sicht bis hierhin sehr zufrieden“, sagte Polizeipräsident Falk Schnabel. „Dank des überwiegend besonnenen und disziplinierten Verhaltens der Fans verliefen Spiel, An- und Abreise ohne große Probleme.“jr
Hamburg-Derby in der Bundesliga: Nach der Niederlage gegen St. Pauli zünden die HSV-Fans Feuer auf der Nordtribüne - WELT
Zum ersten Mal nach 14 Jahren trafen der HSV und St. Pauli in der Bundesliga aufeinander. Für die Fans ein Feiertag, für die Polizei ein Hochrisiko-Spiel. Doch der Abend zeigte: Es geht auch friedlich – hätte nicht ein Teil der HSV-Fans im Block Feuer gelegt.










