PfadnavigationHomeWissenschaftSternenhimmel im SeptemberErst die totale Mondfinsternis, dann geht Saturn in die OppositionVon Erich ÜbelackerVeröffentlicht am 05.09.2025Lesedauer: 3 MinutenWährend einer totalen Mondfinsternis färbt sich der Mond blutrotQuelle: Getty Images/HAGENS WORLD PHOTOGRAPHYKonnte der vorherige Monat noch mit Sternschnuppen-Schauern auftrumpfen, bietet der September ein kaum weniger dramatisches Schauspiel. WELT erklärt, wo und wann genau Sie die reichen Himmelsereignisse beobachten können.Der Monat September ist in diesem Jahr reich an astronomischen Ereignissen. Erster Höhepunkt ist die totale Mondfinsternis vom 7. des Monats. Der Vollmond wandert dabei ganz in den Kernschatten der Erde. Das ist der Bereich, in dem die Erde vom Mond aus gesehen die Sonne ganz abdeckt. Der Mond verdunkelt sich fast völlig und erscheint in einem blassen rötlichen Licht. Leider kann man in Deutschland den Finsternisverlauf nicht vollständig beobachten. Der Mond beginnt um 18.27 Uhr in den Kernschatten einzutreten, wenn er noch unter dem Horizont ist. An den meisten Orten in Mitteleuropa geht er schon total verfinstert auf, in Berlin zum Beispiel um 19.37 Uhr. Die Mitte der Finsternis ist um 20.12 Uhr, das Ende der totalen Verfinsterung um 20.53 Uhr. Um 21.57 schließlich verlässt der Mond endgültig den Kernschatten. Alles in allem sind das keine idealen Verhältnisse, wegen der Seltenheit des Ereignisses lohnt sich aber die Beobachtung.Venus ist nach wie vor Morgenstern. Anfang September geht sie gegen 3.40, Mitte des Monats gegen 4.20 Uhr im Osten auf. Am 19. September wird sie kurz nach 14 Uhr vom Mond bedeckt, in Berlin zum Beispiel ab 14.05 Uhr. Das Ereignis findet zwar am Tageshimmel statt, ist aber zumindest mit einem Fernglas beobachtbar. Die Bedeckung dauert etwa eine Stunde. Im Fernrohr erscheint Venus klein und rundlich, da sie weit von uns entfernt, aber fast voll beleuchtet ist.Lesen Sie auchDer Ringplanet Saturn erreicht am 21. des Monats seine erdnächste Stellung, die Opposition. Er steht dann der Sonne genau gegenüber und ist die ganze Nacht zu sehen. Abends steht er im Osten, zu Mitternacht im Süden und morgens im Westen. Der Ring ist leider nach wie vor im Fernrohr kaum zu sehen. Er erscheint wie ein dicker Strich, da die Erde genau in der Ringebene steht. Der Riesenplanet Jupiter geht kurz nach Mitternacht im Nordosten auf und ist gut in der zweiten Nachthälfte zu sehen.Alle Gestirne auf unserer Karte außer Saturn sind sogenannte Fixsterne, ferne Sonnen. Sie bilden die Sternbilder. Das bekannteste von ihnen, der Große Wagen, steht im Nordwesten. Er ist Bestandteil des Großen Bären, dem im Westen der Bärenhüter oder Bootes folgt. Im Südwesten erkennt man das große Sommerdreieck mit den hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Die Tierkreissternbilder Steinbock und Wassermann stehen knapp über dem Südhorizont. Im Osten sind die Herbststernbilder Andromeda, Pegasus, Fische und Widder aufgegangen. Im Nordosten erinnert der Fuhrmann daran, dass auch der Winter nicht mehr fern ist.Lesen Sie auchWELT-Autor Erich Übelacker ist Astronom, hat in Stuttgart studiert und in Paris promoviert. Von 1975 bis 2000 war Erich Übelacker Leiter des Hamburger Planetariums, zuvor arbeitete er bei Carl Zeiss in Oberkochen als Leiter des Fernrohrlabors und der Planetariumsabteilung.
Sternenhimmel im September: Wann Sie die Sternschnuppen am besten sehen können - WELT
Konnte der vorherige Monat noch mit Sternschnuppen-Schauern auftrumpfen, bietet der September ein kaum weniger dramatisches Schauspiel. WELT erklärt, wo und wann genau Sie die reichen Himmelsereignisse beobachten können.











