Gelbe Bälle sausen durch die Luft und berühren immer wieder die kleinen Netze auf dem Boden. Sie sehen aus wie Mini-Trampoline, die nur wenige Zentimeter über dem Gras schweben. Stollenschuhe bohren sich in die Wiese, während acht junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren um die Netze herumspringen und mit der flachen Hand einen Ball hin und her schlagen. Sie spielen Roundnet beim Verein der „Roundnet Rhinos“ in Erlangen – ein Trendsport, der vor allem unter dem Namen Spikeball bekannt ist.

Sie sehen aus wie Minitrampoline - die Roundnet-Netze. Bekannt durch die amerikanische Marke „Spikeball“.

(Foto: Cara Emilia Dühr)

Ein Hechtsprung zum Ball, angespannte Beinmuskeln und ein präziser Schlag. Trainer Jan Könekamp beobachtet die Technik seiner Spieler genau. „Sehr schön! Aber versucht den Ball mal noch mehr in einem Bogen zu spielen“, kommentiert der 31-Jährige den Ballwechsel von zwei Spielern. In der Saison 2024/25 ist der Verein Champion der ersten Roundnet-Bundesliga geworden. Jeden Montag, Dienstag und Donnerstag trainieren die Spieler zusammen auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1904 Erlangen und im Röthelheimpark. Heute steht „Hitting“ auf dem Programm, ein besonderer Angriffsschlag, bei dem der Ball möglichst kraftvoll auf das Netz gespielt wird, sodass es für die Gegner schwer ist, ihn zurückzuspielen. „Okay, dann wechselt noch mal“, ruft Könekamp in die Runde.