Da ist die Freiheitsstatue mit den Tomaten, warum auch nicht. Im Jahr 2000 hatten Erntehelfer das Original der Künstlerin Kat Rodriguez 230 Meilen weit durch Florida getragen, um für bessere Arbeitsbedingungen und Löhne zu protestieren. Wie jeder weiß, werden Obst und Gemüse in den USA vor allem von Immigranten gepflückt, besonders aus Lateinamerika. Jetzt steht eine Kopie im National Museum of American History in Washington, was Donald Trump offenbar sehr stört. Zweiter Stock, Abteilung „Many Voices, One Nation“. Das Gebäude ist wie die meisten Museen der Smithsonian Institution an der National Mall zu finden, der begrünten Prachtmeile vom Lincoln Memorial bis zum Kapitol, und zwar genau gegenüber vom Landwirtschaftsministerium, was zu einer Freiheitsstatue mit Tomaten ja bestens passt. Für das Museum ist dies „eine zeitgenössische Interpretation der Freiheitsstatue“. Für die US-Regierung handelt es sich um eine Art Vaterlandsverrat.
Freiheitsstatue mit Tomaten: Kulturkampf um die Museen in Washington
Die Auseinandersetzung um die Freiheitsskulptur im National Museum of American History zeigt den Kulturkampf in den USA unter Trump. Die Smithsonian Institution steht im Fokus politischer Angriffe und soll die Geschichte umschreiben.






