PfadnavigationHomeWirtschaftStatistikZahl der Arbeitslosen übersteigt erstmals seit zehn Jahren Drei-Millionen-MarkeVeröffentlicht am 01.09.2025Lesedauer: 2 MinutenDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August im Vergleich zum Vormonat um 46.000 auf 3,025 Millionen gestiegen. Die Arbeitslosenquote beträgt 6,4 Prozent. Ökonom Daniel Stelter erklärt, welche Strukturreformen jetzt nötig sind.Die Zahlen sind so hoch wie lange nicht mehr: Die Arbeitslosenquote stieg im August im Vergleich zum Juli auf 6,4 Prozent. Trotz des neuen Höchststands sehen Experten der Bundesagentur für Arbeit erste Lichtblicke.Sommerpause und Konjunkturschwäche lassen die Arbeitslosigkeit in Deutschland so hoch steigen wie seit vielen Jahren nicht mehr. Erstmals seit Februar 2015 erreicht die Zahl der Arbeitslosen einen Wert jenseits der Drei-Millionen-Marke. Die Zahl erhöhte sich im August im Vergleich zum Vormonat um 46.000 auf 3,025 Millionen Menschen. Das seien 153.000 mehr als im August 2024, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent.„Der Arbeitsmarkt ist nach wie vor von der wirtschaftlichen Flaute der vergangenen Jahre geprägt“, sagte die Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles. „Es gibt allerdings auch erste Anzeichen einer Stabilisierung.“Die Arbeitslosenzahlen steigen in der Regel über den Sommer, weil Unternehmen vor den Ferien weniger einstellen und Ausbildungsverhältnisse enden. Lesen Sie auchIm bundesweiten Vergleich lag die Arbeitslosenquote in den Stadtstaaten Bremen (11,8 Prozent) und Berlin (10,5) weiterhin am höchsten, in den südlichen Bundesländern Bayern (4,2) und Baden-Württemberg (4,7) am niedrigsten. Die Bundesagentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 13. August vorlag.Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sieht trotz des neuen Höchststands bei der Arbeitslosigkeit erste Lichtblicke. Für das Arbeitsmarktbarometer befragen die Fachleute monatlich alle Arbeitsagenturen nach ihren Erwartungen für die nächsten drei Monate. Im August erwarteten sie erstmals seit drei Jahren, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit ein Ende hat. Auch die Beschäftigung könnte demnach wieder Fahrt aufnehmen.Wagenknecht wirft Kanzler „Merzession“ vorDie BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht wirft Kanzler Friedrich Merz (CDU) vor, mit einer „Politik der gebrochenen Wahlversprechen“ den Anstieg der Arbeitslosigkeit mitverursacht zu haben. „Über drei Millionen Arbeitslose sind ein miserables Zwischenzeugnis für den Kanzler“, sagte Wagenknecht WELT. Schwarz-Rot setze die wirtschaftliche Talfahrt der Ampel-Koalition fort. „Deutschland steckt tief in der Merzession“, so Wagenknecht. Allein die Autoindustrie habe innerhalb eines Jahres mehr als 50.000 Jobs abgebaut. „Die Arbeitslosenzahl ist Ausdruck einer sich verschärfenden Deindustrialisierung, die vor allem politische Ursachen hat.“Lesen Sie auch„Wir brauchen endlich deutlich niedrigere Energiepreise, deren Explosion in den letzten Jahren ist nicht vom Himmel gefallen, sondern Ergebnis einer selbstschädigenden, ideologisch verbohrten Sanktions- und Energiepolitik, die weder dem Frieden noch dem Klima etwas nützt.“ Nichts habe die neue Bundesregierung diesbezüglich geleistet, sagte Wagenknecht. „CDU und CSU haben vor der Wahl auch versprochen, das Verbrenner-Verbot zu kippen. Mit einer Politik der gebrochenen Wahlversprechen wird man Deutschland nicht wieder auf Vordermann bringen können.“dpa/jm/fs
Arbeitslosigkeit: Zahl steigt über 3 Millionen - Deutschland erreicht höchsten Stand seit 2015 - WELT
Die Zahlen sind so hoch wie lange nicht mehr: Die Arbeitslosenquote stieg im August im Vergleich zum Juli auf 6,4 Prozent. Trotz des neuen Höchststands sehen Experten der Bundesagentur für Arbeit erste Lichtblicke.











