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rei Jahre sind eine lange Zeit, um in trüben Gewässern zu fischen, genauer gesagt: in den aufgewühlten Fluten der Ostsee. Dort kann bei entsprechendem Wetter die Sicht schon mal sehr bescheiden sein – zumal 70, 80 Meter unter Wasser, wo die Röhren der Pipelines Nord Stream 1 und 2 verlaufen. Oder das, was seit September 2022 von ihnen übrig ist. Damals detonierten mehrere Sprengsätze an den Leitungen, zweifellos ein Sabotageakt größeren Stils. Und weil die Unterwasserröhren, die auf Jahrzehnte hinaus den Energiebedarf des Westens mit russischem Gas sichern sollten, im vorpommerschen Lubmin wieder auf Land treffen, obliegt es dem deutschen Generalbundesanwalt, in der Sache zu ermitteln. Vulgo: im Trüben zu fischen. Drei Jahre lang.