Der Lokaltermin ist eher ernüchternd, die ehrfürchtige Recherche am Strand von Ostia: „Brachflächen, Autowerkstätten, vergessene Parkplätze, schmutzige Strände mit wütend erschöpften Wellenkämmen … Es fühlt sich alles falsch an …“ Der Erzähler, Albert Ostermaier, sucht den Ort auf, an dem vor fünfzig Jahren Pier Paolo Pasolini – Kommunist, Homosexueller, Dichter, Filmemacher, vehementer Gesellschaftskritiker – ermordet wurde, am 2. November 1975, in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen. Er wurde überfahren, mehrfach, mit seinem eigenen Alfa Romeo. Der brutale Mord an dem unbequemen Radikalen ist bis heute nicht geklärt, wie auch ob möglicherweise Auftraggeber dahintersteckten, aus Politik oder Mafia.
Albert Ostermaiers "Die Liebe geht weiter. Roman mit Pasolini". War es Stalking?
Der Dichter Albert Ostermaier und Pier Paolo Pasolini im Zwiegespräch, 50 Jahre nach dem Tod des Regisseurs und Dichters.







