PfadnavigationHomePolitikAuslandAtomprogramm„Drecksarbeit“ für den Westen – Jetzt ist Deutschland in entscheidender Rolle gegen den IranVeröffentlicht am 29.08.2025Lesedauer: 6 MinutenSo sieht die iranische Propaganda den Westen: der mythologische Held Rostam im Kampf gegen einen mehrköpfigen DrachenQuelle: picture alliance/Anadolu/Fatemeh BahramiDer Iran bedroht die Sicherheit Deutschlands und Europas gleich mehrfach. Daher bezeichnete Kanzler Merz israelische Angriffe auf das Land einst als „Drecksarbeit“ für den Westen. Jetzt hat die Bundesregierung eine einmalige Chance.Besonders von Deutschland sei man enttäuscht. Diese Botschaft verbreiten iranische Diplomaten derzeit oft. Früher sei Berlin als Vermittler zum Erzfeind USA aufgetreten – aber das sei vorbei, seit Bundeskanzler Friedrich Merz im Juni sagte, Israel erledige mit seinem Angriff auf die Anlagen von Irans Atomprogramm die „Drecksarbeit“ für den Westen. Irans Vize-Außenminister Saeed Khatibzadeh sagte in dieser Woche der „FAZ:“ „Ich bin sicher, Ihr Bundeskanzler schämt sich dafür, wenn er allein im Büro ist.“Das klingt nicht so, als wenn Teheran nach einer Einigung mit der Bundesregierung strebt, die in diesen Tagen eine ungewöhnlich große Rolle in der Weltpolitik einnimmt. Gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien als sogenannte E3-Staaten kann Deutschland im Rahmen des formell noch geltenden Atomabkommens mit dem Iran entscheiden, ob internationale Sanktionen gegen Teheran massiv verstärkt werden. Selten hatte Berlin so einen großen Hebel für geopolitische Weichenstellungen in der Hand. Berlin könnte mit einem einfachen Antrag im Sicherheitsrat in New York den sogenannten Snapback-Mechanismus auslösen, mit dem alle seit 2015 ausgesetzten UN-Sanktionen gegen Iran wieder in Kraft treten würden. Damals hatte der Iran im Gegenzug versichert, kein Uran für eine Atombombe anzureichern. Lesen Sie auch
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