PfadnavigationHomePolitikDeutschlandLinksradikale in Berlin700 Beamte im Einsatz – Polizei durchsucht teilbesetztes Haus in Rigaer StraßeVeröffentlicht am 28.08.2025Lesedauer: 2 MinutenSeit dem frühen Morgen durchsucht die Berliner Polizei ein teilbesetztes Haus der linksextremen Szene im Bezirk Friedrichshain. Rund 700 Polizisten sind im Einsatz. Reporterin Alina Quast berichtet.Seit Jahren versucht der Eigentümer einer Immobilie in Berlin-Friedrichshain, Hausbesetzer aus dem Gebäude zu klagen – offenbar erfolglos. Jetzt gibt es erneut einen Polizeieinsatz, um festzustellen, wer sich aktuell dort aufhält.Mit einem Großeinsatz durchsucht die Berliner Polizei seit dem frühen Morgen ein teilweise besetztes Haus in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain. Ziel sei es, die aktuellen Bewohner zu identifizieren, teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Dafür lägen Durchsuchungsbeschlüsse eines Gerichts vor. Um das Haus Rigaer Straße 94, das als eine der letzten Hochburgen der linksextremen Szene gilt, gibt es seit vielen Jahren einen Rechtsstreit und zahlreiche Polizeieinsätze. Rund 700 Polizisten seien seit dem Morgen in der Stadt im Einsatz, um die Maßnahmen abzusichern, so die Polizei. Um durch verbarrikadierte Eingänge und Türen zu kommen, setzte die Polizei eine Ramme und Sägen ein. Technische Spezialkräfte seien dafür im Einsatz. Zunächst seien insgesamt 12 Wohnungen durchsucht und 15 Menschen angetroffen worden. Die Bewohner dürften erst einmal im Haus bleiben.Ein Polizeisprecher sagte, in der Stadt würden unter anderem auch das Landgericht und die Büros der Eigentümerfirma des Hauses gesichert. Spontane Proteste oder Gewaltausbrüche seien nicht auszuschließen. Zunächst sei aber alles ruhig geblieben. Man habe „überraschenderweise überhaupt keine Gegenwehr hier gehabt“, so auch Polizeisprecher Florian Nath gegenüber WELT-TV. Den Kräften seien vor Ort „nur technische Barrieren begegnet“, „erhebliche Sicherungsvorkehrungen“, die man aber mit Hydraulik- und Flex-Geräten habe entfernen können. Es gebe an dieser Adresse ein „hohes Gewalt- und Eskalationspotenzial“, das sich in diesem Fall aber nicht materialisiert habe. Um Störungen und Gewalt auch im weiteren Verlauf des Tages „schon im Keim zu ersticken“ habe man in der ganzen Stadt Kräfte im Einsatz.Zuletzt hatte sich die Lage eher beruhigtDer Eigentümer versucht seit Langem, die aktuellen Bewohner mit Räumungsklagen aus dem Haus zu bekommen, weil sie nach seiner Einschätzung keine Mietverträge haben sollen. Zahlreiche Kündigungen wurden bereits vor Jahren ausgesprochen.Frühere Bewohner mit Mietverträgen sollen dort schon lange nicht mehr wohnen. Der Hausbesitzer und die Polizei wurden im Laufe der Jahre häufig von den Bewohnern, die zum Teil in einem Verein organisiert sind, nicht in den Gebäudekomplex gelassen.In früheren Jahren gab es zahlreiche Polizeieinsätze am und im Haus. In der Straße wurden auch immer wieder Polizisten nachts mit Flaschen- oder Steinwürfen angegriffen. Zuletzt hatte sich die Lage aber eher beruhigt.dpa/säd
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Seit Jahren versucht der Eigentümer einer Immobilie in Berlin-Friedrichshain, Hausbesetzer aus dem Gebäude zu klagen – offenbar erfolglos. Jetzt gibt es erneut einen Polizeieinsatz, um festzustellen, wer sich aktuell dort aufhält.








