Mittwochmittag um 12.17 Uhr schrillte ein Schlusspfiff über das Rasengelände an der Bayarena, den kein approbierter Fifa-Schiedsrichter besser hinbekommen hätte. Bayer Leverkusens Chefcoach Erik ten Hag beendete mithilfe der um den Hals gehängten Pfeife energisch eine ausführliche Vormittagsschicht, die nahezu gänzlich aus Trainingsspielen bestand. Mal wurde in kompletten Teams auf dem großen Platz gespielt, mal in kleinen Formationen auf einem halben Platz – Hauptsache, diese kurzfristig in Eile zusammengestellte Mannschaft lernt als Ensemble miteinander zu harmonieren.

Mittendrin im Geschehen: Die nächste, die 15. Neuerwerbung, die der Klub in einem Sommer der Selbstverwandlung angeschafft hat. Tags zuvor erst mit einem Arbeitsvertrag ausgestattet, war der brandneue Rechtsverteidiger am Mittwoch im gewohnten Revier unterwegs und traf dabei kurioserweise stets einen Landsmann zum Zweikampf, den spanischen Linksaußen Alejandro Grimaldo, einer der wenigen Doublesieger, die Leverkusen zuletzt nicht verlassen haben.

ExklusivNationalspieler Antonio Rüdiger

„Das war ein großer Fehler“

Nach seinem Ausraster im spanischen Pokalfinale und anschließender Sperre kehrt Antonio Rüdiger mit selbstkritischen Tönen zur Nationalmannschaft zurück. Er räumt ein, er habe „Grenzen klar überschritten“.