Das Haus von Michelle (Hélène Vincent) sieht nach damenhaftem Wohlstand aus. Große Fenster im Wohnzimmer gehen auf den verwunschenen Garten hinaus, Krimskram auf dem Kaminsims, gelegen in einem malerischen kleinen Dorf unweit von Paris, hinter dem Garten tun sich die Wälder auf. Das passt zu Michelle, die das weiße Haar in einem lockeren Dutt trägt und immer sehr adrett wirkt, aber ein bisschen fahrig. Das ist das Alter. Sie verbringt die Tage mit ihrer Freundin Marie-Claude (Josiane Balasko) oder sitzt mit einem Buch in ihrem Lieblingssessel und wartet sehnsüchtig auf die Besuche ihrer einzigen Tochter. Weil die den Enkel mitbringt. Es ist ein beschauliches Leben, zwischen Waldspaziergang und Warten.
"Wenn der Herbst naht" von François Ozon im Kino: die Rezension der SZ
Liebe Oma oder Mörderin? In François Ozons Krimi „Wenn der Herbst naht“ ist nichts so, wie es scheint.








