Das „Erlanger Poet*innenfest“ - seit 2022 steht es im Zeichen des Gendersterns. Für Festivalleiter Bodo Birk transportiert diese Schreibweise nicht nur Geschlechtergerechtigkeit, „sondern steht insgesamt für die Offenheit und Vielfalt des Festivals.“ Aber – fränkisch gelassen – insistiere man auch nicht, wenn jemand dieses Großevent im deutschsprachigen Bücherherbst auch weiterhin unbedingt „Poetenfest“ nennen will.

Vom 29. bis 31. August werden über 80 schreibende, publizierende und überhaupt ziemlich kluge Menschen in Erlangen zu Gast sein. Im Programmheft stehen allein sechs Namen, die auch auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis zu finden sind: Kaleb Erdmann, Annett Gröschner, Dmitrij Kapitelman, Jehona Kicaj, Nava Ebrahimi und Jonas Lüscher. Ebenfalls im Schlossgarten lesen wird Natascha Gangl, die mit ihrer Sprachperformance die Klagenfurter Jury beim diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preis einfach umgehauen hat. Erlangen wäre aber nicht Erlangen, ginge es hier nur um die Stars des Literarturbetriebs oder das Promoten neuer Bücher. Ein Überblick über drei Tage Literatur pur.

Keine Sparausgabe

Picknick-Atmosphäre: Am Samstag- und Sonntagnachmittag gibt es wieder die Lesepodien im Schlossgarten, Eintritt frei. Bei Regen zieht man um nach drinnen, in die Orangerie und andere Veranstaltungsorte.