„Richtig krass“, ruft die zehnjährige Lena. „Zum ersten Mal sehe ich die Stadt von oben.“ Gerade zieht das Olympiastadion an ihr und ihrer Mutter Katrin Krüger vorbei; der Blick fällt als nächstes auf das Werksgelände von BMW. Höhenangst habe sie keine, sie kenne das von der Sommerrodelbahn, erzählt Lena, kurz bevor die Fröttmaninger Arena am Horizont auftaucht.
Die beiden Münchnerinnen stehen auf einem Metallpodest auf dem Dach einer Gondel, die gemütlich rotierend im Olympiapark hoch und runter fährt. „Skylift“ – auf Deutsch „Himmelsaufzug“ – heißt der mobile Aussichtsturm, der seit Samstag vor dem ehemaligen Eisstadion steht. Er soll ein Ersatz sein für den Olympiaturm nebenan, von dessen Aussichtsplattform auf 190 Metern Höhe Besucher sonst über die Stadt schauen. Der Turm ist wegen Sanierung geschlossen, voraussichtlich bis Anfang 2027.
Lena mit ihrer Mutter Katrin Krüger auf einer Gondel des neuen „Skylift“ im Olympiapark.
(Foto: Stephan Rumpf)
Deshalb hat der Park ein Ersatzangebot ausgeschrieben. „Wir wollten mindestens 60 Meter Höhe“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer der Olympiapark-Gesellschaft Nils Hoch. „Damit man über den Olympiaberg schauen kann.“






