PfadnavigationHomePanoramaMehrere VerletzteFeuer und Explosionen im Hamburger Hafen – Löscharbeiten dauern anVeröffentlicht am 27.08.2025Lesedauer: 3 MinutenIn einer Lagerhalle im Hamburger Hafen ist ein Brand ausgebrochen. Knallgeräusche waren zu hören, die auf kleinere Explosionen schließen lassen. Zudem ist eine große Rauchsäule über dem Stadtteil Veddel zu sehen. WELT-TV-Reporter Henning Hünerbein berichtet aus Hamburg.In Hamburg ist es am Montag zu einem verheerenden Brand einer Lagerhalle gekommen. Explodierende Druckgasbehälter behinderten die Löscharbeiten, herumfliegende Trümmerteile zwangen zur Sperrung umliegender Autobahnen. Drei Menschen wurden verletzt.Bei einem Lagerhausbrand im Hamburger Hafen sind nach Angaben der Hamburger Feuerwehr drei Menschen verletzt worden, eine davon lebensbedrohlich und eine schwer. Polizei und Feuerwehr retteten 25 Menschen unverletzt vom brennenden Gelände. Acht von ihnen waren auf einem Parkplatzgelände eingeschlossen und konnten nur durch ein Boot über das Wasser in Sicherheit gebracht werden. Feuerwehrsprecher Lorenz Hartmann zufolge kam es am Montagnachmittag zum Brand in dem Gebäude. Als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintrafen, explodierten bereits mehrere Druckgasbehälter in der Lagerhalle. Die Explosionen sowie die Brandintensität waren so stark, dass der Einsatzleiter sich nach einer ersten Evakuierung und der Rettung von Menschen für einen sofortigen Rückzug entschied.Die Einsatzkräfte konnten sich der Brandstelle selbst nicht nähern und setzten daher Drohnen und einen Polizeihubschrauber ein. Durch brennende Teile, die aufgrund der Explosionen umhergeflogen seien, sei es zu Bränden in der Umgebung gekommen. Hartmann sprach von „Trümmerflügen“, die auch teilweise Einsatzfahrzeuge getroffen hätten, und schwierigen Löscharbeiten. Trümmerteile seien auch auf die nahe Autobahn geflogen. Hartmann zufolge wurde dadurch dort eine Person verletzt, die vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht worden sei. 320 Helfer im EinsatzDie Bekämpfung des Großbrandes erforderte bis Montagabend einen massiven Personaleinsatz. Wie die Feuerwehr mitteilte, waren 320 Einsatzkräfte beteiligt. Zur Unterstützung seien auch die Flughafenfeuerwehr sowie Wasserwerfer der Polizei hinzugezogen worden.Lesen Sie auchErste Erkundungsergebnisse der Feuerwehr ergaben, dass es sich bei den Druckgasbehältern um Lachgasflaschen handelte. Aufgrund der starken Rauchausbreitung wurde eine Bevölkerungswarnung über Warnapps und die Sozialen Medien herausgegeben. Stau auf A1 und A7Die anliegenden Autobahnen wurden aufgrund der herumfliegenden Trümmerteile gesperrt. Auf der A1 staut sich der Feierabendverkehr auf mehreren Kilometern. In Richtung Norden stockte er zwischen dem Maschener Kreuz und dem Dreieck Norderelbe auf einer Länge von zwölf Kilometern. In der Gegenrichtung waren es zwischen Hamburg-Öjendorf und Billstedt zwei Kilometer.Auch auf der Autobahn A7 staut sich der Verkehr vor dem Elbtunnel in Richtung Norden auf vier Kilometer, in Richtung Süden auf fünf Kilometer. Die Polizei bat auf X darum, den Bereich weiträumig zu umfahren und das Gebiet zu meiden.Auf den Fernverkehr der Deutschen Bahn wirkt sich der Brand dagegen nicht aus, wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage mitteilte. In dem Bereich des Brandes befinde sich allein die Hafenbahn. Die für die Hafenbahn zuständige Hafenverwaltung HPA war zunächst nicht zu erreichen.Feuerwehreinsatz dauert an Das Dach der betroffenen Lagerhalle war bereits vor Mitternacht durch den Vollbrand des Gebäudes eingestürzt. In angrenzenden Containerlagern explodierten weiterhin vereinzelt Druckgasbehälter.Durch die Explosionen weggeschleuderte Trümmer beschädigten mehrere Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr. Bei einer Drehleiter durchschlugen Teile das Dach des Fahrzeugs. Einsatzkräfte wurden nicht verletzt. Die Löscharbeiten werden nach Informationen der Hamburger Feuerwehr bis Dienstag andauernd. dpa/saha