Der Ochsenkopf ist der bekannteste Berg des Fichtelgebirges. Mit seinen zwei Sesselliften, der Sommerrodelbahn und seinem Skigebiet ist er sommers wie winters ein Ziel für Ausflügler und Urlauber aus nah und fern. Am Ochsenkopf herrscht viel zu viel Trubel, als dass sich dort ein Wolf oder gar ein ganzes Wolfsrudel wohlfühlen würde. Ganz anders am Schneeberg, der wenige Kilometer vom Ochsenkopf entfernt liegt und mit 1051 Metern der höchste Berg des Fichtelgebirges ist. Das ist ein stiller Berg, auch wenn – vor allem von Bischofsgrün her – viele Wanderwege auf ihn hinaufführen. Am Schneeberg hat sich jetzt ein Wolfsrudel etabliert.
Den Schneeberg erkennt man schon von Weitem – an dem Fernmeldeturm auf seinem Gipfel. Das Betonbauwerk stammt aus den Zeiten des Kalten Krieges und sieht recht martialisch aus. Neben dem Fernmeldeturm steht ein hölzerner Aussichtsturm, der nach der Felsengruppe auf dem Gipfel „Backöfele“ heißt. Von ihm aus hat man einen weiten Blick nicht nur ins Umland. Sondern außerdem auf die Hänge des Schneebergs mit ihren weitläufigen, dunklen Fichtenwäldern. In ihnen liegt das Revier des neuen Wolfsrudels.
Zwar ist in der Region schon seit einiger Zeit bekannt, dass am Schneeberg Wölfe unterwegs sind – vor allem unter Jägern, Holzarbeitern und Förstern, aber auch unter den Bauern in der Region. Zu Gesicht bekommen hat die Tiere jedoch noch niemand. Denn sie sind sehr scheu und unauffällig. Wie sich das für Wölfe gehört, lebt das Rudel sehr zurückgezogen und hält sich – zumindest bisher – völlig von Menschen und Nutztieren fern.






