Ein 18-jähriger Münchner hat am Sonntagabend auf der Flucht vor der Polizei in der Maxvorstadt vier Autos demoliert, inklusive den hochmotorisierten 5er-BMW, in dem er unterwegs gewesen war. Anschließend floh er zu Fuß, konnte aber schnell ermittelt werden: Er hatte sein Handy im Wagen zurückgelassen. Da die Beamten drogentypische Auffälligkeiten feststellten, veranlassten sie eine Blutentnahme; ein Atemalkoholtest hatte zuvor nichts ergeben.

Weil der Teenager keinen Führerschein besitzt, wurde er wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis angezeigt – nicht zum ersten Mal: Bereits im Januar 2024 wurde er erwischt, da war er erst 16. Nun muss er sich auch noch wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten. Gegen die 42 Jahre alte Halterin des Pkw ermittelt die Verkehrspolizei wegen des Verdachts, dem Jugendlichen das Auto überlassen zu haben.

Eine Zivilstreife hatte ihn gegen 22.40 Uhr in der Ludwigstraße angehalten, weil ihr seine Fahrweise verdächtig erschien. Während der Kontrolle gab der 18-Jährige plötzlich Gas und raste über den Oskar-von-Miller-Ring in die Türkenstraße. Dabei überfuhr er eine rote Ampel und gefährdete ein entgegenkommendes Auto. Die Polizisten entdeckten den BMW wenig später mit einem Totalschaden in der Lothstraße, wo er gegen drei geparkte Autos geschrammt war.