Peter R. Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am Londoner King’s College, hat einen kühlen und analytischen Blick auf politischen Extremismus. Er forscht zu islamistischem Terrorismus, den Gefährdungen des Westens und seit einigen Jahren auch zu Rechtsextremismus und Populismus. Sein neues Buch „Das Sterben der Demokratie“ hat er zusammen mit dem Journalisten Richard C. Schneider geschrieben – eine gut recherchierte Untersuchung zu den Strategien rechtspopulistischer Parteien in Europa und den USA. Beim Interview ist er aus seinem Londoner Arbeitszimmer zugeschaltet, und so entschieden, wie er argumentiert, ist klar, dass er der liberalen Demokratie dringend etwas mehr Wehrhaftigkeit wünscht.