Trotz des Widerstands der Bundesregierung baut die italienische Großbank Unicredit ihren Einfluss bei der Commerzbank weiter aus. Am Montag kündigte das Institut an, weitere Derivate in Aktien der Frankfurter Bank umzuwandeln. Damit steigt der Stimmrechtsanteil auf 26 Prozent. In einem nächsten Schritt sollen weitere Terminkontrakte eingelöst werden, die den Zugriff auf Commerzbank-Papiere sichern. Der Anteil würde dann auf 29 Prozent klettern. Ab 30 Prozent wäre Unicredit nach deutschem Recht verpflichtet, ein Übernahmeangebot an alle Aktionäre vorzulegen – das ist ein Punkt, an dem es kaum noch ein Zurück gäbe.