PfadnavigationHomeSportFußballInternationale LigenFlorian Wirtz in Liverpool„Der schwierigere Schritt, aus dem Umfeld herauszukommen“Von Jennifer RufVeröffentlicht am 25.08.2025Lesedauer: 3 MinutenFlorian Wirtz hat im englischen Supercup den ersten Titel mit Liverpool knapp verpasstQuelle: REUTERS/Peter PowellFlorian Wirtz hat nach seinem Rekordtransfer seine ersten Spiele für Liverpool absolviert. Jetzt spricht er in einem Interview über die Stimmung an der Anfield Road, seine großen Ziele – und warum er nach England und nicht zum FC Bayern ging.Mit seinem 140-Millionen-Transfer zum FC Liverpool stellte Florian Wirtz einen neuen Rekord auf: Es war der teuerste Transfer in der Geschichte der Premier League und der Bundesliga. Bereut hat er die Entscheidung nicht – im Gegenteil. Im Interview mit dem „Kicker“ schwärmt der Nationalspieler von seinem neuen Verein. Und dessen Fans. Vor allem, wenn sie an der Anfield Road vor dem Spiel die Vereinshymne „You‘ll never walk alone“ anstimmen. Wirtz erzählt über die besondere Atmosphäre: „Ich habe es am ganzen Körper gespürt, dass das etwas Besonderes ist, wenn man in der Mitte steht und das ganze Stadion drumherum dieses Lied singt. Das gibt einem noch mal etwas vor dem Spiel. Das lässt keinen kalt.“Lesen Sie auchDoch nicht die Stimmung in Liverpool war das ausschlaggebende Argument für Wirtz, in die Premier League zu wechseln – eine Entscheidung gegen den FC Bayern. Der deutsche Rekordmeister hatte sich schließlich wochenlang um den „Fußballer des Jahres“ bemüht, am Ende aber den Kürzeren gezogen. „Ich habe mich schon sehr intensiv mit beiden Vereinen beschäftigt, es war am Ende keine einfache Entscheidung. Aber ich habe sie mit hundertprozentiger Überzeugung getroffen und bin auch froh darüber.“Grund war die größere Herausforderung, der er sich beim englischen Meister stellen muss. Denn es sei „der schwierigere Schritt, aus dem ganzen Umfeld herauszukommen und in ein anderes Land zu gehen, mit all den Veränderungen. Und in eine neue Liga, die einen anderen Spielstil hat“. Er habe diese Entscheidung „bewusst ausgewählt, um zu bestehen und ein besserer Spieler zu werden“„ Sein neues Ziel: Der beste Spieler der Welt werden. Darauf angesprochen, sagt er: „Auf jeden Fall!“Hohe Erwartungen in EnglandSein erstes Tor beim neuen Verein steht noch aus. In der laufenden Saison hatte Liverpool allerdings auch erst zwei Pflichtspiele: den Heimsieg gegen Bournemouth in der Premier League (4:2) und das Community Shield, den englischen Supercup, gegen Crystal Palace. Dort gab Wirtz die Vorlage zum 1:0 durch Hugo Ekitiké, am Ende unterlag Liverpool im Elfmeterschießen. Am Montagabend spielt das Team von Arne Slot auswärts gegen Newcastle United.Wirtz ist sich bewusst, dass die Erwartungen an ihn hoch sind. „Natürlich erwarten die Fans ein bisschen mehr, als wenn der Verein einen Spieler für wenig Geld holt“, sagt er. „Aber ich mache mir da keinen Druck, sondern versuche einfach, mein Bestes zu geben – egal, für wie viel Geld ich geholt werde.“ Lesen Sie auchAllgemein ist der Anspruch in Liverpool ein ganz anderer als in Leverkusen. Nach der erfolgreichen vergangenen Saison wollen die Reds weiter Titel holen. „Aber das ist kein Druck, dem man nicht standhalten kann, sondern du gewinnst dadurch mehr Energie“, erklärt Wirtz. Der Fußball in England sei nicht komplett anders, die Eingewöhnung werde trotzdem noch dauern. Denn: Die Premier League ist intensiver. Zweikämpfe sind dort härter, die Spieler legen in den Partien größere Strecken zurück. Titel holen will der 31-malige Nationalspieler auch mit der DFB-Elf. Hinter der Nationalmannschaft liegt eine enttäuschende Nations-League-Endrunde, bei der sie nur Platz vier belegten. Den Blick nach vorn gerichtet, träumt Wirtz jetzt vom WM-Titel. „Ich bin jemand, der sehr gerne sehr groß denkt. Der WM-Titel ist und bleibt das Ziel“, sagt er. Ausgetragen wird das Turnier im kommenden Sommer in den USA, Kanada und Mexiko. Vorher steht aber noch die WM-Qualifikation an. Die ersten Spiele finden im September statt: Am 4. September spielen sie in der Slowakei, am 7. September in Köln gegen Nordirland. Es ist davon auszugehen, dass Trainer Julian Nagelsmann Wirtz für das deutsche Aufgebot nominieren wird.
Premier League Florian Wirtz: Warum er nach Liverpool und nicht zum FC Bayern ging, seine Ziele und die ersten Eindrücke - WELT
Florian Wirtz hat nach seinem Rekordtransfer seine ersten Spiele für Liverpool absolviert. Jetzt spricht er in einem Interview über die Stimmung an der Anfield Road, seine großen Ziele – und warum er nach England und nicht zum FC Bayern ging.






