Romano Schmid ging mit dem Schlusspfiff erst einmal unweit der Strafraumkante in die Knie. Der beste Fußballer, der aktuell beim SV Werder noch unter Vertrag steht, verarbeitete die 1:4-Auftaktniederlage bei Eintracht Frankfurt in der Hocke – auf Augenhöhe hatte sich seine Mannschaft im Waldstadion nie befunden. Eigentlich war der österreichische Nationalspieler mal als Verkaufskandidat für diesen Sommer identifiziert worden, doch würde der Edeltechniker jetzt noch veräußert, wäre das in der aktuellen Notlage kaum mehr zu vermitteln. „Absteiger, Absteiger“, schallte es zeitweise von den voll besetzten Rängen. Dass der Gästeblock später noch Aufmunterung an Schmid und Co. übermittelte, war vielleicht das Beste an einer Bremer Dienstreise, die mit denselben Erkenntnissen wie bei der Pokalpleite gegen Arminia Bielefeld (0:1) endete: In dieser Besetzung droht Bremen seinen Status als Erstliga-Standort zu verspielen.

Der Kader ist durch Verletzungen und Verkäufe ausgeblutet. Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz erreicht immer häufiger der Vorwurf der Untätigkeit, gegen den sich Werders Ehrenspielführer am Samstag zur Wehr setzte. „Wir werden noch etwas tun“, versprach der ehemalige Profi, der wieder einmal auf die wirtschaftlichen Zwänge verwies: „Wir können nur das machen, was in unserem Budget liegt.“ Der Rahmen beim Gehaltsgefüge könne nicht durch Aktionismus auf dem Transfermarkt gesprengt werden.