Sie hat allen verziehen: den Richtern, die gefälschte Anklagen gegen sie zuließen, den Staatsanwälten, die Anhörungen verschleppten, auch den Senatorinnen und Senatoren, die von ihr abrückten. Sogar den gekauften Zeugen, die sie zu Unrecht beschuldigt haben. „Nur Rodrigo Duterte, dem kann ich nicht verzeihen, das habe ich noch nicht in mir“, sagt Leila de Lima, 65, und tupft sich ein bisschen Schweiß von der Oberlippe. Sie sitzt bei 38 Grad im Garten des Familienhauses, der sich über den Tag mit mehr als 500 Besuchern füllen wird.